Samstag, 3. Dezember 2011

Pünktlich zum Start der Woche ein brandheißer Buchtipp!

Liebe LeserInnen,

parallel zu unser "Großverlosung" stellen wir euch weiterhin bis zu unserer Jahreswechselpause wunderbare Romane vor.

Heute ist es "Atemlose Begierde" von Isabelle Sander, erschienen im Ullstein Verlag. Auch diesen Roman gibt es natürlich wieder zu gewinnen!

Wer auch an dieser Verlosung teilnehmen möchte, der muss eine Frage beantworten und die Lösung bis zum 09.12.2011 an ladyslit@web.de senden! Auch hier gilt: Nur die richtigen Lösungen kommen in die Lostrommel und auch nur die Einsendungen, die eine Adresse enthalten!

Hier die Frage, bevor wir den Roman und Isabelle Sander vorstellen:

In welcher europäischen Hauptstadt trifft die Heldin Jo ihren früheren Geliebten Rick wieder?

Die Antwort setzt bitte in die Betreffzeile eurer E-Mail. wir drücken allen ganz fest die Daumen.
Außerdem möchte ich noch einmal erwähnen, dass parallel dazu unsere große Verlosung läuft. Schreibt uns, welcher Beitrag von Lady`s Lit 2011 euch besonders gefallen hat. So einfach geht das!

Cover-Atemlose-Begierde

Unsere Meinung:

Die Künstlerin Johanna, genannt Jo, lebt in Berlin an der Seite des Architekten Ivo, einer nach außen hin perfekt erscheinenden Beziehung. Ihr Leben verläuft in geordneten Bahnen. Jo jedoch langweilt sich. Als sie geschäftlich nach London reist, trifft sie in der schillernden Kunstszene auf ihren früheren Liebhaber Rick. Ein Mann, der sie schon damals mit seiner Leidenschaft und Sinnlichkeit um den Verstand brachte. Es kommt wie es kommen muss, Jo lässt die Affäre zu Rick neu aufleben. Beide beginnen ein prickelndes Spiel'

Fesselnd, prickelnd und detailreich beschreibt die Autorin jede erotische Begegnung zwischen Rick und Jo, ohne dabei ins Vulgäre abzurutschen. Im Gegenteil schafft sie es, für den Leser eine intime Stimmung zu zaubern, die in die Geschichte hineinzieht und alles intensiv miterleben lässt. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet. Sofort rotieren im Kopfkino Bilder der Helden. Rick ist sexy, verführerisch, aber undurchschaubar. Genau das ist es, gepaart mit seiner Dominanz, was Jo zu ihm hinzieht, auch wenn sie dabei in einen Gewissenskonflikt gerät. Sie, deren sexuelle Wünsche durch Ivo stets unbefriedigt blieben, erfährt durch Rick Erfüllung. Die Ich-Perspektive des Romans wirkt zu keiner Zeit störend, denn der sehr flüssige und unterhaltsame Stil von Isabelle Sander zieht einen von der ersten Seite an in den Bann.
Ein wunderschöner und gefühlvoller Erotikroman, den man sehr gerne weiterempfiehlt.

Interview mit Isabelle Sander


1. Liebe Isabelle, wie bist du zum Schreiben gekommen?

Ich hatte Lust zu experimentieren und Bilder, die ich mit mir rumtrage, in Sprache umzusetzen. Ich wollte sehen, was passiert, wenn ich mein persönliches Kopfkino mit anderen teile und so habe ich mich eines Tages hingesetzt und diese Geschichte aufgeschrieben. Auf Reaktionen warte ich immer noch.

2. Was magst du besonders an Erotik?

Ich muss gestehen, ich bin kein Fan von explizit erotischer Literatur. Was mir besser gefällt, ist, wie einige wenige Autoren ganz selbstverständlich Sex in ihre Romane einfließen lassen. Dabei denke ich z. B. an Bret Easton Ellis, dem zwar immer vorgeworfen wird, Sexszenen strategisch einzusetzen, aber er scheut sich weder davor, die Dinge beim Namen zu nennen, noch stoppt er die Geschichte, wenn es zur Sache geht. Und genau da setzt mein Interesse an. Beim Schreiben nicht aufzuhören, wenn es zwischen den Protagonisten wärmer und feuchter wird, sondern weiter zu fantasieren und Worte dafür zu finden.

3. Was hat dich zur Romanidee inspiriert?

Für den Protagonisten Rick hatte ich eine Muse, die mir die Geschichte eingeflüstert hat. Sie hat mich lange Zeit begleitet und es war eindeutig Liebe auf den ersten Blick. Eine sehr schöne Erfahrung.


4. Worin lag für dich der Reiz, London als Schauplatz zu wählen?

Kennst du die Stadt von Besuchen?
Ich kenne London sehr gut. Hab Jahre lang dort gelebt und gearbeitet und bin nach wie vor mehrmals im Jahr dort. London hat sich mir regelrecht als Schauplatz dafür aufgedrängt.

5. Deine Heldin Jo lebt in einer stabilen, aber langweiligen Beziehung und sucht den Kick bei ihrem ehemaligen Lover Rick. Glaubst du, dass so etwas real auf viele Paare zutrifft?

Ich glaube, dass es einige Frauen gibt, die von ihrem Mann nicht das bekommen, was sie möchten − und umgekehrt. Vor allem in langjährigen Beziehungen, wenn sich persönliche Vorlieben auf beiden Seiten erst durch die Erfahrung herauskristallisieren und Frauen zu ihren sexuellen Wünschen stehen lernen und das dann auch einfordern. Aber nicht nur das: Ich glaube, das Schlimmste für Frauen ist, wenn sie sich unsichtbar fühlen in einer Beziehung, wenn sie als Frau nicht mehr wahrgenommen werden. Und die beiden Dinge in Kombination können, wenn sie nicht frühzeitig ausgesprochen werden, zu ziemlichem Chaos führen, glaube ich.

6. Liegt deiner Meinung nach der Reiz in der Heimlichkeit oder daran, etwas Verbotenes zu tun? Oder woran sonst?

Verbote und Heimlichkeiten machen alles erst aufregend, aber problematisch zugleich. Ich würde mir einen gesunden Dialog über Sex und Pornografie in unserer Gesellschaft wünschen, bei dem Frauen und Männer gegenseitig ihre Bedürfnisse und Vorstellungen klar auf den Tisch legen können, sich nicht davor scheuen zu sagen, was sie wirklich anturnt und was nicht und sich daraus für alle ein erfüllendes Sexualleben entwickelt. Keine Heimlichkeiten, sondern Klartext.

7. Welche deiner Figuren würdest du im wirklichen Leben gerne einmal treffen und weshalb?

Ich mag meine Figuren und würde jede gerne treffen, am liebsten wahrscheinlich Jo. Dann könnte ich ihr endlich mal die Leviten lesen. *schmunzelt*

8. Die Leser möchten auch gern immer etwas über die Autoren selbst erfahren. Welches ist dein Lieblingsessen?

Pfeffersteak vom Hirschkalbsrücken mit Fritten; nur wenn ich dran denke, läuft mir schon das Wasser im Mund zusammen.


9. Und was magst du gar nicht?

Hasen, Marzipan und Fugu Sashimi würde ich nie essen.

10. Hast du literarische Vorbilder? Wenn ja, wen?

Literarische Vorbilder habe ich nicht, aber es gibt Literatinnen, die mein Leben geprägt haben, wie Erica Jong und Elfriede Jelinek. Und ich verehre Filmemacher wie Catherine Breillat und David Cronenberg.


11. Welches Genre reizt dich überhaupt nicht zu lesen oder zu schreiben? Und warum?

Gedichte, Kinderbücher und Fantasy wird es zu 99,9 % nicht von mir geben. Da haben andere mehr Talent. Aber lesen tue ich jedes Genre gern!!


12. Zu welcher Tageszeit schreibst du am liebsten?

Am liebsten Tag und Nacht.

13. Gibt es bei dir begleitend ein Ritual, wie z. B. eine Tasse Kaffee, Musikhören oder so?

Ja, ich mach mir zum Start immer eine große Tasse Earl Gray Tee mit Milch und wenn ich einen richtigen emotionalen Kick brauche, dann hör ich mir die dementsprechende Musik an. Goldfrapp, Feist, St.Vincent,...

14. Was fühlst du, wenn du einen Roman beendet hast?

Bisher habe ich erst einen beendet − danach fühlte ich mich herrlich befreit!

Wir danken Isabelle sander für das sympathische Interview und wünsche ihr weiterhin viel Erfolg beim Schreiben!

Viele Grüße,

Andromache

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