Donnerstag, 10. Juli 2008

Morgenspaziergänge



Womit sollte ein jeder von uns nach dem Frühstück den Tag beginnen?
Mit einem Morgenspaziergang, der dazu dient über sich und sein Leben zu philosophieren.

Wie man das am besten macht, darüber gibt der kleine Ratgeber
"Morgenspaziergänge" von Manuela Wetzel hilfreiche Tipps, erschienen im Schmöker Verlag.

Die Autorin wird sich hier zunächst vorstellen:

1972 wurde ich in Thüringen geboren. Heute lebe ich mit Mann und Tochter im nordhessischen Landkreis Kassel. Schon in meiner Kindheit verfasste ich Gedichte und Kurzgeschichten. So versuchte ich vor allem Gefühle festzuhalten, um sie genauer betrachten, besser verstehen und bewahren zu können.
2002 entdeckte ich für mich die Acrylmalerei als Ausdrucksmittel. Viele Jahre trat das Schreiben in den Hintergrund, denn Beruf und Familie forderten meine volle Aufmerksamkeit. Seit 2006 lebe ich die Schriftstellerei nun als wichtigen Teil meiner Persönlichkeit. Mit Kurzgeschichten und Gedichten beteilige ich mich an verschiedenen Anthologien. 2007 verfasste ich mein Buch "Morgenspaziergänge", einen Wegbegleiter für Sinnsuchende.

Wir wollten noch mehr über Manuela Wetzel erfahren und stellten ihr Fragen:

a) Liebe Manuela, wann hast du mit dem Schreiben begonnen?
Schon in der Kindheit und Jugend verarbeitete ich Erlebtes, in dem ich meine Gedanken und Gefühle niederschrieb. Anfangs verfasste ich jedoch ausschließlich Gedichte, erst später kamen Kurzgeschichten dazu. Mit 18 Jahren begann ich, an meinem ersten Manuskript zu arbeiten, das allerdings die Schublade meines Schreibtischs nie verlassen hat.

b) Was hat dich veranlasst, Morgenspaziergänge zu schreiben?
„Morgenspaziergänge“ war keine Entscheidung, sondern ein Muss. Nach einer längeren Phase unerklärlicher innerer Unruhe brach ich eines Morgens zu einem Spaziergang auf, um ein wenig abzuschalten. Plötzlich wusste ich, dass ich „Morgenspaziergänge“ schreiben musste, ein Buch, das sich mit den wichtigsten Eckpfeilern im Leben eines jeden Menschen, wie Angst, Vertrauen und Verantwortung bewusst und kritisch auseinandersetzt. Nur wenn das Lebensfundament stimmt, kann dauerhaft erfreuen, was darauf errichtet wird. Noch am selben Tag schrieb ich das erste Kapitel. Und dann begann alles ganz von allein zu fließen.


c) Wie bist zu zum Schmöker-Verlag gekommen?
Ein glücklicher Zufall? Ich beziehe regelmäßig den Autoren-Newsletter The Tempest. Als ich mich gerade auf Verlagssuche befand, las ich dort von einer Autorin, die im Schmöker-Verlag veröffentlicht hatte. Ich besuchte die Verlagshomepage und führte wenig später ein ausgesprochen nettes Telefongespräch mit der Verlegerin Christine Bienert, die mich dann aufforderte, das Manuskript zur Prüfung einzusenden.


d) Weshalb wähltest du für einen Ratgeber die Form eines Zwiegesprächs zwischen Autorin und Leser anstelle eines "normalen" Ratgeberstils?
Wenn wir uns den wesentlichen Fragen im Leben zuwenden, uns auf den Weg begeben, um nach dem Sinn unseres Lebens zu forschen, brauchen wir keinen Lehrer, der uns voraus eilt, sondern einen Freund, der uns begleitet.

e) Können deine Leser auf einen neuen Ratgeber warten?

Nun, das kann unter Umständen etwas länger dauern. Während des Schreibens von „ Morgenspaziergänge“ begriff ich, das Leben ist ständig in Bewegung und das ist gut so. Wir wachsen an unseren Aufgaben, verändern uns. Deshalb ist es wichtig, offen für neue Ziele zu bleiben, um nicht veralteten Träumen nachzujagen. Daneben müssen wir uns für Momente des Glücks Zeit nehmen. „Morgenspaziergänge“ wird von den Lesern gut angenommen und ich genieße es und bin dankbar dafür. Selbstverständlich werde ich weiterhin als Autorin tätig sein, doch für ein konkretes Projekt habe ich mich noch nicht entschieden.


f) Was liegt dir literarisch am Herzen?
Das Wesentliche im Leben offenbart sich in den kleinen Dingen. Mein Anliegen ist, dieses sichtbar und bewusst zu machen.

Rezension:

Manuela Wetzel beschreibt den Weg zu ihrer Selbstfindung in einer Art Zwiegespräch. Dieser Ratgeber ist also kein Ratgeber im herkömmlichen Sinne, wie wir ihn kennen, trocken und eine Ansammlung von Fakten, sondern ein Philosophieren der Autorin mit sich selbst und auch mit der Leserschaft.
Nach jedem Kapitel, in dem sie detailliert ihre Gefühlswelt beschreibt und den Weg zur Selbstentfaltung einschlägt, gibt sie den Lesern Tipps, wie auch sie sich selbst verwirklichen können.
Dabei geht es nicht um egoistische Denkansätze, sondern um den Wunsch nach innerer Harmonie.
In manchen von Wetzel beschriebenen Situationen erkannte ich mich selbst. Viele ihrer Vergleiche und das Finden des inneren Gleichgewichts erinnerten mich stark an buddhistische Lehren.
Dieses Büchlein ( es ist mit 88 Seiten sehr schmal) regt zum Nachdenken an und animiert zum Spaziergehen und Philosophieren, auf dem Weg zum eigenen Ich.

In diesem Zusammenhang möchten wir euch die Frage stellen, wie ihr euren Morgen beginnt?

lg andromache

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