Sonntag, 5. Oktober 2008

Wie "trendy" sind paranormale Romane?

Hallo alle zusammen,

zu der obigen Frage haben wir Martina Campbell vom Sieben-Verlag interviewt.Lest selbst, wie ein Verlag, der selbst diese Literatur auf den Markt bringt, die derzeitige Begeisterung für paranormale Romane beurteilt!

PS: Vergesst nicht das Gewinnspiel um den Roman "Das Erbe von Ragusa", das am 6.10.08 abläuft.

1. Unser Thema im Herbst ist der "Paranormale Roman". Auch der Sieben-Verlag bietet diese Sparte an. Wie beurteilen Sie den derzeitigen Markt für diese Literatur?

MC:
Wir beobachten schon seit Jahren die Entwicklung von paranormal romance und urban fantasy in den USA. Dort ist das Genre, so wie es sich im Moment präsentiert - modern und innovativ - ja schon seit über zehn Jahren erfolgreich vertreten. Der Markt hierzulande stand der Sache eine ganze Weile eher zögerlich und skeptisch gegenüber, aber seit kurzem hat sich das Genre auch hier endlich etabliert. Wir freuen uns sehr darüber. Noch lange sind nicht alle Ideen und neuen Einfälle in diesem Genre ausgeschöpft und es wird sicherlich noch eine ganze Weile interessant bleiben.

2. Wie sehen Sie die zukünftige Trendentwicklung? Ist das Ende dieser Sparte bereits abzusehen?


MC:
Man weiß leider nie wie, wo und wann Trends sich hin entwickeln. Im Moment boomt das paranormale Genre, keine Frage. Die Sparte selbst ist flexibel, ein paranormaler Roman kann ein Krimi, Fantasy, Horror, Liebesroman, Erotikroman, Jugendroman oder auch ein Science-Fiction-Roman sein. Charaktere mit übersinnlichen oder paranormalen Fähigkeiten finden wir mittlerweile in jeder dieser Gruppierungen. Die nochmalige Untergruppierung "paranormale Romane" bringt sie alle sozusagen unter einen Hut. Man darf aber nicht den Fehler machen sie deshalb über einen Kamm zu scheren. Genau das macht das Spannende und Interessante an diesem Genre aus. Wenn Sie beispielsweise unsere veröffentlichten paranormalen Romane vergleichen, sehen Sie, wie gravierend die Unterschiede sein können. Man könnte keinen mit dem anderen vergleichen. Wir sind sehr glücklich über die vielen Facetten, die in diesem Bereich möglich sind, bieten sie doch für unsere Leserschaft genau die breite Palette, die wir ihr bieten möchten. Wird die eine Facette die andere irgendwann überleben? Sicherlich, aber welche das sein wird, bestimmen die Leser. „Das Ende“ eines Genres wurde schon oft prophezeit. Dazu gehört der Frauenroman, den es immer noch gibt, wenn auch nicht mehr mit den überwältigenden Verkaufserfolgen wie zu Anfang. Das Ende des „Highland-Romans“ wurde ebenfalls ausgesprochen, ist aber bisher nicht eingetreten. Höchstwahrscheinlich wird sich der paranormale Roman bald brav in die Reihe der anderen Genres einordnen und niemals wirklich verschwinden. Dazu ist das Thema zu reizvoll, zu faszinierend für die Leser.



3. Was unterscheidet Ihr Angebot von dem der Konkurrenz?


MC:
Wir geben deutschen Autoren und vor allem auch dem Schauplatz Deutschland eine Chance. Die meisten paranormalen Romane sind Übersetzungen aus den USA.

4. Was kennzeichnet einen guten, paranormalen Roman?


MC:
Das ist im Grunde Geschmacksache - der eine steht auf viele paranormale Elemente, allerlei Wergestalten, Geister, Hexen und Vampire in einem - der andere wieder auf minimalistisch gehaltene, nicht gemixte, eher klassische Geistergeschichten oder Vampirromanzen, in denen nur dieses eine übernatürliche Element auftritt. Aber genau wie bei jedem anderen Genre, ist ein handwerklich einwandfreier Schreibstil das Wichtigste. Hinzu kommt ein frischer Plot oder schon Dagewesenes neu und innovativ gestaltet, emotional berührende Charaktere, die dem Ganzen Leben einhauchen, die selbst die irrwitzigste Fiktion dem Leser so nahe bringen, dass er denkt: ja, so könnte es sein wenn ... Die Kunst Düsteres, Emotionales, Mystisches und Spannendes so zu verweben, dass die fiktive Welt für den Leser lebendig und real wirkt, dass man traurig ist, wenn man am Ende diese Welt wieder verlassen muss. Das sind die Schönsten, Besten und Langlebigsten.

5. Werden auch zukünftig in Ihrem Verlag Romane mit fantastisch-mystischen Elementen erscheinen?


MC:
Ja, wir planen weitere Serien und Einzelromane aus diesem Genre. Es macht uns einfach sehr viel Spaß.


6. Gibt es auch Tage bei denen sie keine Lust aufs Lesen haben?


MC:
Nein. Ich denke man muss das Lesen sehr lieben, um in diesem Bereich tätig zu sein. Wenn keine Zeit mehr bleibt, um sich privat ein Buch auszusuchen und es zu genießen, ist es immer noch die Liebe zum Text, die mich täglich antreibt. Abends im Bett noch ein Manuskript zu lesen und sich zu freuen, wenn es gut ist, ersetzt heute meine früheren Lesegewohnheiten. Aber ich gehe davon aus, dass ich irgendwann auch wieder Zeit für meine privaten Lieblingsschriftsteller haben werde.

Wir danken Martina Campbell für das Interview!


Viele Grüße

Andromache

Dienstag, 30. September 2008

...und weiter geht es mit dem Paranormalen! Wir stellen Corinna Kastner vor!

Hallo alle miteinander,

dass paranormale nicht immer Vampire, Werwölfe etc. beinhalten müssen,um spannend zu sein, beweist uns Corinna Kastner.
Wir möchten euch die Autorin und ihren Roman
"Das Erbe von Ragusa" vorstellen, erschienen bei Lübbe.

Gleichzeitig verlosen wir ein signiertes Buch der Autorin. Hierzu gibt es wieder eine Frage zu lösen. Welchen Schauplatz wählte Corinna Kastner in ihrem Roman? Bitte sendet eine E-mail an ladyslit@web.de bis zum 06.10.2008 0.00 Uhr. Nennt in der Betreffzeile das Lösungswort und vergesst eure Adresse nicht!Viel Glück!



Klappentext:

Mit der kostbaren Perlenkette, die Nella von ihrer Mutter geerbt hat, hat es eine geheimnisvolle Bewandtnis. Ein fremdes Gesicht scheint sich vor ihres zu schieben, sobald sie sich im Spiegel betrachtet. Als sie kurz darauf den Antiquitätenhändler Safet kennen lernt, führen die Perlen sie an die dalmatinische Küste nach Dubrovnik. Dort findet sie einen Hinweis auf die einstige Besitzerin des rätselhaften Schmuckstücks – Mirjana, die im 16. Jahrhundert als Hexe angeklagt wurde. Nella weiß, sie muss Mirjanas wahres Vermächtnis retten – vor wem genau, erfährt sie jedoch erst, als es beinah schon zu spät ist.

Rezension:

Ein interessanter Schauplatz und eine spannende Geschichte. Was will man mehr? Corinna Kastner ist es hervorragend gelungen, beides in ihrem Roman miteinander zu verbinden Doch sie bietet noch mehr, einen Schuss Mystik, die Brücke zur Vergangenheit und als Krönung eine Liebesgeschichte.
Etwas Besonderes ist die Auswahl Kroatiens als Schauplatz. Die Autorin beschreibt ihn liebevoll und der Leser spürt sofort, welche Begeisterung darin mitschwingt, was wohl aus eigenen Erfahrungen resultiert.
Im Mittelpunkt stehen die Schicksale von zwei Frauen, die auf den ersten Blick nichts miteinander verbindet. Nella, eine sympathische Frau der Gegenwart und auf der anderen Seite Mirjana, eine Hexe, die im 16.Jahrhundert lebte. Auf mysteriöse Weise herrscht zwischen beiden eine Beziehung, ausgelöst durch die Perlenkette, die Nella von ihrer Mutter erbte. Um die Geschehnisse zu verknüpfen, die das Geheimnis um Mirjana enthüllen, nimmt uns Corinna Kastner auf eine spannende Reise durch die Zeit mit. Dazu hat sie zwei voneinander getrennte Handlungsstränge angelegt, die sich wie Teile zu einem Puzzle zusammenfügen. Dadurch wird der Plot immer wieder aufgelockert und es kommt keine Langeweile auf. Natürlich sind 550 Seiten nicht gerade ein Pappenstiel, aber Corinna Kastners flotter Schreibstil ist eine nette Unterstützung für die Handlung.

Interview mit Corinna Kastner:




1. Liebe Corinna, du hast einen seltenen Schauplatz für deinen Roman gewählt. Woraus resultiert das?

Die Schauplätze meiner Romane sind mir immer sehr wichtig – eigentlich rangieren sie in ihrer Wichtigkeit sogar noch vor dem Plot an sich. Ein Schauplatz muss mich faszinieren, sonst kommt keine gute Geschichte heraus. Das heißt nicht notwendigerweise, dass ich einen Handlungsort schon kennen muss, bevor ich einen Roman entwerfe – es kann auch heißen, dass es mich außerordentlich reizt, einen Schauplatz kennenzulernen. Im Fall von „Das Erbe von Ragusa“ traf allerdings tatsächlich Ersteres zu. Ich kannte Dubrovnik zumindest ein bisschen von einem eintägigen Ausflug bei einem lange Jahre zurückliegenden Urlaub. Ich erinnerte mich noch gut an die Apotheke im Franziskanerkloster, die eine der ältesten Europas ist, und die war der Ausgangspunkt für meine Geschichte um die angebliche Hexe Mirjana in der Stadtrepublik Ragusa (das heutige Dubrovnik) des 16. Jahrhunderts.
Natürlich reichte meine Erinnerung an die Stadt längst nicht mehr aus, so dass ich während des Schreibprozesses noch zweimal in Kroatien war, um Dubrovnik ausführlicher und Cavtat (ein weiterer Handlungsort) erstmals zu erkunden. Kroatien packte mich noch viel mehr als 1987. Es ist ein faszinierendes Land, das ich nur jedem zum Erkunden ans Herz legen kann. Bei Leserunden, die in Bücherforen zu „Das Erbe von Ragusa“ stattfanden, haben einige Leser gesagt, sie hätten Lust bekommen, bald einmal hinzufahren – sollten sie das am Ende tatsächlich tun, ist das für mich ein ausgesprochen schönes Lob für mein Buch.


2. Was hat dich zu der Geschichte inspiriert?

Wie oben bereits kurz erwähnt: in erster Linie die Apotheke im Franziskanerkloster. Bei Apotheken, Heilmitteln und Kräutern fiel mir spontan ein, eine angebliche Hexe die Hauptrolle im Vergangenheitsteil spielen zu lassen. Mirjana, verheiratet mit einem reichen Schiffseigner, „bedient“ sich mit Hilfe eines jungen Novizen hin und wieder aus der Apotheke, um ihre Heilmittel herzustellen. Was ihr am Ende nicht gut bekommt, als ein fanatischer deutscher Dominikanermönch auftaucht und ihr an den Kragen will.
Im Weiteren hat mich dann Dubrovnik selbst inspiriert und das, was ich im Laufe der Recherchen über die Stadt gelernt habe. Der wandlungsreichen Geschichte Ragusas, das ständig mit der Republik Venedig im Streit und in Konkurrenz lag, zum Beispiel habe ich die Figur des Venezianers Ludovico Vecellio zu verdanken – die im Übrigen ursprünglich nur kurz auftauchen sollte, um ein wenig Ärger zu machen. Danach sollte Vecellio wieder in der Versenkung verschwinden, aber der Mann hat sich dann beim Schreiben verselbstständigt und war keinesfalls bereit, einfach so das Feld zu räumen.
Die Gegenwartsebene, in der die Protagoninstin Nella von ihrer Mutter eine Perlenkette erbt, durch die sie erstmals Mirjana im Spiegel „sieht“, ist inspiriert von meiner eigenen Vorliebe für Perlen. Ich besitze diverse Perlenketten in den verschiedensten Formen und Farben – sie üben eine magische Faszination auf mich aus. Woher sie kommt, kann ich nicht mal genau sagen. Sie ist einfach da...


3. Dein Genre ist eindeutig Romantic Suspense. Gibt es auch andere Genres, die du bedienst? Wenn ja, welche?

Meinen ersten veröffentlichten Roman habe ich gemeinsam mit meinem Mann Jörg geschrieben: ein Fantasy-Jugendbuch beim Ueberreuter-Verlag, „Die Steinprinzessin“. Hier geht es ganz eindeutig nicht um Romantic Suspense, sondern um eine Fantasy-Welt unter der Erdoberfläche. Darin spielen allerdings keine Zwerge, Elfen, Fehen oder feuerspeienden Ungeheuer eine Rolle (das ist überhaupt nicht mein Ding). Stattdessen gibt es eine Welt, die sich quasi parallel zu unserer eigenen entwickelt hat, nur unterhalb der Erde, bevölkert von Menschen, deren Körper dadurch anders funktionieren als unsere und die auch ganz eigene Fähigkeiten entwickelt haben. Obwohl der jugendliche Held Pierre, der von der „Oberwelt“ stammt, sich auch verliebt, besteht seine Aufgabe in allererster Linie darin, seine Mutter, die Steinprinzessin, aus den Klauen der „Steinbrecher“ zu befreien. Spannend ist das natürlich auch, aber doch jenseits von „Romantic Suspense“.
Abgesehen davon habe ich, bevor mein erstes Soloprojekt „Eileens Geheimnis“ veröffentlicht wurde, zwei weitere Romane geschrieben, deren Manuskripte noch der Veröffentlichung harren. Im weitesten Sinn kann man sicherlich beide als Romantic Suspense bezeichnen, obwohl sie sehr verschieden sind – einer eine Reinkarnationsgeschichte, der andere ein Mafia-Roman.
Das Buch, an dem ich gerade jetzt arbeite und das im voraussichtlich im Juni 2009 erscheinen wird, hat zwar keinerlei Mystery-Elemente, passt aber trotzdem in das genannte Genre. Die Protagonistin muss gemeinsam mit einem ihr unbekannten Mann ein Familiendrama aufdecken...


4. Was macht Corinna Kastner, wenn sie gerade nicht schreibt?

Dann arbeitet sie beim Öffentlichen Dienst, und zwar am Institut für Journalistik und Kommunikationsforschung in Hannover. Abgesehen davon lese ich ausgesprochen gerne selber (zurzeit am liebsten Krimis, aber auch historische Romane) und habe sehr viel Spaß am Reisen. Letzteres lässt sich natürlich wunderbar mit etwaigen Recherchen verbinden – nicht nur meiner eigenen Bücher, sondern auch denen von Jörg. Meine nächste, damit ebenfalls zusammenhängende Leidenschaft ist das Fotografieren. Kein Motiv ist vor meiner Kamera sicher!


5. Wie siehst du die Rolle deutschsprachiger AutorInnen auf dem Literaturmarkt?

Hier muss man unterscheiden zwischen der sogenannten anspruchsvollen und der Unterhaltungsliteratur. Auf dem Sektor der anspruchsvollen Literatur war das Ansehen deutscher Autoren schon immer sehr hoch, während die Verlage bei Unterhaltungsliteratur viele Jahrzehnte auf ausländische, besonders angloamerikanische Autoren gesetzt haben. Nach dem Zweiten Weltkrieg und damit auch im Zuge der Besatzungszeit waren ja zumindest die alten Bundesländer sehr in diese Richtung orientiert. Dazu kommt noch die Filmindustrie Hollywoods. Beides zusammengenommen hat wahscheinlich die Verlage annehmen lassen (berechtigterweise oder nicht), dass die Leser lieber Bücher von Engländern und Amerikanern lesen als von deutschen Autoren. Diese Einstellung hat sich in den letzten zehn, zwanzig Jahren zum Glück geändert. In den Buchhandlungen sieht man sehr, sehr viele Bücher von deutschen Autoren, die regelmäßig auf den Bestsellerlisten auftauchen – auch wenn es hin und wieder immer noch vorkommt, dass Autoren sich passend zum Thema des jeweiligen Romans ein englisches Pseudonym zulegen bzw. darum gebeten werden, das zu tun. Dass Autoren wie Ken Follet oder Dan Brown beispielsweise trotzdem noch sehr viel besser verkauft werden als die meisten deutschen (Ausnahmen bestätigen natürlich auch hier die Regel), hängt zum Teil sicher auch damit zusammen, dass die Lizenzgebühren, die die Verlage für diese Titel zahlen müssen, enorm hoch sind. Damit die wieder reinkommen, wird selbstverständlich auch entsprechend viel Budget in das Marketing gebuttert.
Zusammenfassend würde ich aber sagen, dass deutsche Autoren heutzutage durchaus zufrieden mit ihrere Rolle auf dem Literaturmarkt sein können – auch wenn sich da durchaus noch mehr machen ließe.


6. Du hast beim Lübbe-Verlag veröffentlicht. Welche Erfahrungen hast Du gemacht?

Hier lässt sich wunderbar an die letzte Frage anknüpfen. Es war nämlich gerade der Lübbe-Verlag, der als einer der ersten großen Publikumsverlage gewagt hat, deutschen (Unterhaltungs-)Autoren eine Chance zu geben, sie aufzubauen und zu fördern.
Was meine persönlichen Erfahrungen betrifft: Für alles, was hinter den Kulissen passiert, sprich also speziell für die Vertragsverhandlungen, ist mein Agent Roman Hocke von der AVA International zuständig. Ich kann dazu also wenig sagen – abgesehen davon, dass die bisher vier Buchverträge mit Lübbe zu meiner vollsten Zufriedenheit ausgefallen sind.
Über die Mitarbeiter, zu denen ich persönlichen Kontakte habe, kann ich nur Positives vermelden. Die Zusammenarbeit klappt prima, und gerade für mein derzeitiges Projekt setzen sich alle sehr ein. Es soll diesmal z. B. erstmalig Kartenmaterial im Buch erscheinen, was mich sehr freut und für ein Taschenbuch alles andere als selbstverständlich ist. So wirken die Handlungsorte noch plastischer, und die Leser können wunderbar nachvollziehen, was die Protagonisten wo so alles treiben.
Nachdem ich mit dem ersten Außenlektor (der „Eileens Geheimnis“ betreut hat) keinen eigentlichen Kontakt hatte, außer dass ich das lektorierte Manuskript zugesandt bekam, hat bei „Das Erbe von Ragusa“ und „Die geheimen Schlüssel“ eine Außenlektorin das Lektorat übernommen, mit der ich sehr, sehr gerne zusammengearbeitet und von der ich noch mal viel gelernt habe. Leider war es ihr nicht möglich, auch das nächste Projekt zu betreuen, aber auch hier fühle ich mich gut aufgehoben bei ihrem Nachfolger und freue mich schon darauf, das fertige Buch nächstes Jahr in den Händen zu halten.

Wir danken Corinna Kastner für das sympathische Interview.

Zum Ausklang noch ein paar stimmungsvolle Fotos des Originalschauplatzes in Kroatien.





Für alle Fotos in diesem Beitrag liegt das copyright bei Corinna Kastner.

lg Andromache

Freitag, 26. September 2008

Die Gewinner der Verlosung von Carola Kickers Hörbüchern heißen:

Hella Arend aus Eimersleben

Andrea Niemann aus Wolfsburg


Das Team von Lady`s Lit gratuliert den Gewinnern, die bereits benachrichtigt wurden.

Und noch eine Terminankündigung, für alle die im Raum Hannover wohnen:

Liebe Kulturfreunde,

die nächste Veranstaltung des KULTUR-SCHLACHT-HOF HANNOVER - SAU STARK - e.V. steht an! Dieses Mal steht ein Jazzkonzert auf dem Programm, auf das wir uns schon sehr freuen. Es spielt:

CHARIVARI - die Jazzrock- und Fusionsband

Termin: Freitag, 10.10.2008, 19:30 Uhr

Ort: Schlachthof Hannover, Röpkestr. 12, 30173 Hannover (Zufahrt über Seligmannallee)

CHARIVARI, die Jazzrock- und Fusionsband spielt wieder. Nach 14 Jahren Pause hat die Formation aus Gifhorn und Hannover wieder zusammengefunden und präsentiert ihren temperamentvollen Jazz mit groovigen und funkigen Elementen.

Weitere Informationen zum Konzertabend finden sich auf unserem Einladungsflyer, unter: http://www.kulturschlachthof-hannover.de/images/infos/Einladung_Konzert_Charivari.pdf



Das Konzert findet im authentischen Ambiente des Schlachthofes Hannover, in der ehemaligen Hammelschlachtung, statt. Der Weg dorthin ist ausgeschildert. Für das leibliche Wohl, Getränke und leichte Snacks, ist gesorgt.



Eintritt: 4 Euro

Also nix wie hin.....

Sonntag, 21. September 2008

...und wer ist Carola Kickers???

Vorstellung von Carola Kickers und ihrer Anthologie „Engel in Ketten“



Autorenvita

Die Autorin Carola Kickers, geboren 1960 in Krefeld, bekam ihr schriftstellerisches Talent von ihrem Großvater in die Wiege gelegt, der als Komponist und Autor tätig war. Daher lag es nahe, zunächst einen Musikverlag zu gründen, der die teilweise unveröffentlichten, nostalgischen Schlagerschätze noch heute betreut, die vor allem im Rheinland großen Anklang finden. Seit vielen Jahren ist Carola Kickers aber auch selbst in den Bereichen Belletristik, Fantasy und Esoterik als Autorin tätig. Einige ihrer Kurzgeschichten wurden bereits in mehreren Anthologien verschiedener Verlage veröffentlicht. Andere Werke sind bislang nur als E-Books im Internet erhältlich. In Zukunft wird es vermehrt Geschichten für Hörbuch-Anthologien geben.

Rezension zu „Engel in Ketten“

Engel in Ketten ist eine Sammlung von 21 düster, teilweise erotisch-romantischen Vampirgeschichten mit großer Ideenvielfalt. Die Längen der Geschichten differieren sehr, wobei einige sicherlich auch genügend Stoff für einen Roman liefern würden und damit das Maß einer Kurzgeschichte sprengen. Die Ideen für die Geschichten sind recht interessant, gängige Vampirklischees wurden bearbeitet und zum Teil neu präsentiert. Highlights wie die Geschichten „Engel in Ketten“, „Das Ghetto“ oder „Schattenengel“ lassen durch die spannende Erzählweise die kleinen stilistischen Mängel in den Hintergrund treten. So sorgt Carola Kickers mit ihren kleinen Appetithäppchen des Paranormalen für eine gelungene Unterhaltung.

ACHTUNG!!!
Wir verlosen bis zum 25.09.08 00.00 Uhr 2 Hörbuch-CDs „Engel in Ketten“ signiert von Carola Kickers . Einsender schreiben bitte an ladyslit@web.de, setzen in die Betreffzeile den Titel und teilen uns ihre Adresse mit. Viel Glück!

Interview mit Carola Kickers geführt von Emilia


Die Autorin Carola Kickers kann bereits eine Vielzahl an diversen
Publikationen vorweisen. Oft dreht es sich dabei um die dunklen Wesen der
Nacht - die Vampire.

1. Liebe Frau Kickers, gab es diese Vorliebe für Vampire schon immer bzw. wie
ist sie entstanden?

C.K.:Vampire faszinieren mich seit langem, aber auch andere, übernatürliche
Wesen, wie Feen, Elfen und Engel. Und wo Licht ist, ist bekanntlich auch
Schatten. Ich integriere meine Vampire gerne in die heutige Zeit und schiebe
sie auch nicht unbedingt in die "böse" Ecke, sondern betrachte ihre dunkle
Welt und ihre Schicksale aus unterschiedlichen Perspektiven.

2. In "Lebensadern" schreiben Sie über einen mysteriösen Neuzeitvampir namens
Jason Dawn. Erzählen Sie uns ein wenig über diesen Held?

C.K.:Jason wird als verletzter Soldat nach Ende des ersten Weltkrieges von einem
Vampirfürsten in Frankreich zum Hybridenvampir gewandelt, als er sich von
Gott abwendet. Hybriden selbst haben nicht die Fähigkeit, zu wandeln. Aber
er will dennoch sein Schicksal der Verdammnis nicht annehmen und sucht nach
einem Ausweg, seine Seele zurückzugewinnen, und díese Möglichkeit erhält er
tatsächlich. Der erste Band "Lebensadern" (der übrigens in Kürze als
erweiterte Neuauflage bei einem neuen Verlag erscheint) ist eine Mischung
aus Fantasy und Krimi und zeigt Jason Dawn als eine recht zwielichtige
Persönlichkeit, die jedoch den Ermittlern Kommissar Welsch und seiner
Assistentin Rita Hold von der Kripo Hamburg bei einigen merkwürdigen
Kriminalfällen als verdeckter Ermittler von Nutzen ist.

Der zweite Band "Alles auf Ewig!?" verläßt das Krimigenre und spielt ganz im
Reich der Vampire. Dort sorgen Intrigen und eine eifersüchtige
Hybridenvampirin dafür, dass Jason unfreiwillig zum Fürsten der
Neuzeitvampire wird. Er muss nun mit Feinden aus den eigenen Reihen und den
Menschen fertig werden und ein verhängnisvolles Bündnis eingehen. Ihm zur
Seite gestellt wird ein Halbengel aus Atlantis, der jedoch seine eigenen
Ziele verfolgt. Sie besitzen beide eine Waffe, die jeden Unsterblichen
vernichten kann. Seinen größten Widersacher aber hat Jason selbst
erschaffen! Und der schreckt vor nichts zurück.

Der dritte Band wird 2009 erscheinen und einige bislang ungeklärte Fragen
beantworten.

3. Sie sind an dem Live-Event "Herzblut" am 08. November in der Werk-Stadt in
Witten beteiligt. Was erwartet den Besucher auf diesem Event?

C.K.:Da haben wir ein sehr umfangreiches Programm zu bieten: ein mystischer Markt
mit zahlreichen Händlern, Modenshow, Kinderaktionen, Kinderkino, Disco ab
nachmittags, Vampirschänke, die Suche nach Vampir Jason Dawn (Casting).
Natürlich gehört auch eine Lesung aus meinem neuen Buch dazu, und die
Autorin Moni de Giorgi wurde eingeladen, um aus ihrem zweiten Band ihres
Romans "Edens Asche - Engel der Rosen" zu lesen. Dazu kommt noch eine
Blutspendeaktion mit dem DRK Hagen. Tickets gibt es bereits im Vorverkauf
beim Gothic Family Net.

4. Gibt es neue Projekte, an denen Sie aktuell arbeiten?

C.K.:Zurzeit schreibe ich am dritten Band über Jason Dawn, aber auch neue
Kurzgeschichten und eine neue Ausgabe vom Vampire Magic Magazin sind in
Arbeit.

5. Was tun Sie am liebsten, wenn Sie einmal nicht schreiben?

C.K.:Dann genieße ich zu Pferd Ausflüge in die Natur, besuche Trödelmärkte, höre
Musik, gehe mit Freunden ins Kino oder hecke neue Projekte aus :-)
Wir danken Carola Kickers für das Interview und die zur Verlosung gespendeten Hörbücher.

lg andromache

Samstag, 20. September 2008

Paranormal! Die von uns empfohlene Literatur für den Herbst!

Hallo liebe LeserInnen,

schon ab morgen starten wir unsere besondere Aktion zum Herbst.
Wir stellen viele fantastische Autorinnen und ihre Werke vor, die in diesem Genre veröffentlicht haben. Dazu werden wir jedes Mal eine Verlosung starten.
Wir starten mit Carola Kickers.Weitere Autorinnen des paranormalen Genres wie Helene Henke, Kerstin Dirks, Elke Meyer, Emilia Jones und Corinna Kastner folgen.

Das Team von Lady`s Lit wünscht gute Unterhaltung.

lg andromache

Donnerstag, 18. September 2008

Und wieder ein Buchtipp...

Hallo liebe Blogleser,

bevor wir unsere große Vorstellungsrunde von paranormaler Belletristik starten, hier noch schnell ein Buchtipp, der in die gleiche Richtung zielt:

"Der Venuspakt" von Jeanine Krock, Ubooks-Verlag



Klappentext:

Nuriya ist ein Feenkind, eine Tochter des Lichts, doch sie will mit der Magie ihrer Vorfahren nichts zu tun haben. Als sie den Blick eines Fremden spürt, ahnt sie sofort, dass diese Begegnung ihr Leben auf den Kopf stellen wird.
Kieran ist sinnlich, sexy und sehr gefährlich. Seine Welt ist die Dunkelheit. Seit Jahrhunderten arbeitet der Vampirkrieger als Auftragskiller und tötet jeden, der es wagt, die magische Ordnung zu stören. Aber dann verstößt er selbst gegen die Regeln, denn die widerspenstige Feentochter hat längst sein Herz geraubt ...

Rezension:

Obwohl Nuriya ein Feenkind ist,will sie mit der Magie ihres Volkes nichts zu tun haben. Als sie den sinnlichen, gefährlichen Kieran kennenlernt, ahnt sie sofort, dass diese Begegnung ihr Leben für immer verändern wird. Der Vampirkrieger von Beruf Auftragskiller,tötet jeden,der die magische Ordnung stört. Als die Feentochter jedoch sein Herz gewinnt ,verstößt Kieran selbst gegen die Regeln.

Stilistisch gab es für mich ein paar Stolpersteine, was aber nicht so gravierend ist. Am Anfang ist der Roman sehr langatmig, gewinnt aber im weiteren Verlauf an Spannung. Die Idee Feen mit Vampiren zu kombinieren ist ein reizvolles Thema, was auch der Grund dafür war, diesen Roman zu lesen.
Doch bis zur letzten Seite sind mir Nuriya und Kieran nicht wirklich ans Herz gewachsen. Das Elfenkind ( laut eigener Beschreibung ) mit dickem Hintern und knubbeligen Fingern manifestiert sich nur schemenhaft vor meinem geistigen Auge. -Nicht das ich etwas gegen runde Kehrseiten, oder generell ein Vorurteil gegenüber zu kurzgeratenen Fingern hätte! Auch gönne ich es dem fauchenden Vampirjäger Kieran,mit den zu gefährlichen Klauen gebogenen Fingern durchaus, sein (Zitat) Elixier der Leidenschaft in das Feenkind zu pumpen. Die Charakterbeschreibungen waren leider nicht so gelungen, weshalb das Buch, trotz der überaus interessanten Ansätze, von mir nur 3,5 Sterne erhält.
Für Vampirliebhaber dennoch ein interessanter Roman.

lg Parsley/ Beate


Rezi eingestellt von andromache

Montag, 15. September 2008

Zum Wochenanfang ein Lesetipp:

Hallo alle miteinander,

kaum ist die Verlosung gelaufen, stellen wir euch schon die nächste Lektüre vor:

"Der Duft des Blutes" von Ulrike Schweikert, erschienen bei Egmont-Lyx Verlag:



Inhalt:

Der vierhundert Jahre alte Vampir Peter von Borgo erwacht in der Hamburger Speicherstadt aus einem langen Schlaf. Durch Zufall trifft er auf die junge Kommissarin Sabine Berner, die in einem Mordfall ermittelt. Der Duft ihres Blutes weckt ungeahntes Begehren in dem Vampir, und er heftet sich an die Fersen der Kommissarin, die sich ihrerseits zu dem gut aussehenden Fremden hingezogen fühlt!

Verlagsinfo zur Autorin:

Ulrike Schweikert wuchs in Schwäbisch Hall auf. Nach einer Banklehre studierte sie Geologie und Journalismus und begann nebenher an ihrem ersten historischen Roman zu schreiben. Inzwischen hat Ulrike Schweikert das Schreiben zu ihrem Beruf gemacht.

Unsere Meinung ( Rezi von Parsley/ Beate) :

Peter von Borgo,ein vierhundert Jahre alter Vampir erwacht in der Hamburger Speicherstadt aus einem langen Schlaf. Zufällig begegnet er der jungen Komissarin Sabine Berner ,die dort in einem Mordfall ermittelt.Der Duft ihres Blutes erweckt sein Verlangen.Sabine fühlt sich zu dem geheimnisvollen Fremden hingezogen. Als eine weitere Leiche gefunden wird,beginnt ein riskantes Katz- und- Maus- Spiel.

Ulrike Schweikert versteht es den Leser in Vampirbegleitung in längst vergangene Zeiten zu entführen. Der altmodische Sprachstil des Blutsaugers ist stellenweise etwas anstrengend, in Anbetracht seines Alters aber durchaus passend. Weniger gut ist der Autorin der sprachliche Sprung in den Polizeijargon geglückt. Dadurch wirken die Dialoge manchmal wenig authentisch. Dennoch ein Buch, das Vampirliebhaber und Krimifreunde gleichermaßen interessieren könnte. Den Duft des Blutes bewerte ich mit drei Sternen.

parsley

lg andromache

Samstag, 13. September 2008

Die Gewinnerin der Verlosung

...von Sandra Lessmanns Roman die "Sündentochter" heißt:

Bettina Thronberens aus Solingen.

Die richtige Antwort lautete "London".

Das Team von Lady`s Lit gratuliert der Gewinnerin, die bereits benachrichtigt wurde.

Alle, die dieses Mal nicht gewonnen haben, können sich auf die nächste Verlosungsaktion in der kommenden Woche freuen!

lg andromache

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Liebe LeserInnen, ein Gewinnspiel jagt das nächste....
andromache - 3. Mär, 09:58

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