Montag, 15. Juni 2009

Pünktlich zum Wochenanfang ein neuer Lesetipp!

Hallo alle zusammen,

heute möchten wir euch den romantischen SM - Roman der Autorin Nina Jansen vorstellen.
Natürlich gibt es diesen Roman auch wieder zu gewinnen. Wer an der Verlosung teilnehmen möchte, sendet bitte bis zum

18.06.2009 eine E-mail an ladyslit@web.de,
in der Betreffzeile bitte den Titel reinschreiben. Und vergesst nicht eure Adresse.
Wir drücken euch ganz fest die Daumen!


"Gehorche mir" von Nina Jansen, erschienen im Plaisir d`Amour Verlag




Zu Nina Jansen selbst gibt es nicht viel zu sagen. Sie ist eine in verschiedenen Genres erfolgreiche Autorin, die unter mehreren Pseudonymen schreibt. Der Reiz, erotische SM-Romane zu schreiben, liegt für sie in der Erzählung über den Kontrollverlust, der sich in erster Linie im Kopf abspielt und dabei doch von der eigenen Fantasie gesteuert wird.

Kurzbeschreibung

Die schüchterne Celia, eine Handschuhdesignerin, kehrt von einer längeren Geschäftsreise nach London zurück und ist schockiert darüber, wie devot sich ihre Mitbewohnerin Leanne ihrem neuen Liebhaber Devin gegenüber verhält. Zwar ist es nichts Neues, dass Leanne dominante und wechselnde Liebhaber bevorzugt, so devot wie diesmal hat sie sich jedoch noch nie verhalten.
Als Leanne und Devin auch noch überstürzt gemeinsam in den Urlaub fahren, ist Celia alarmiert. Warum kann Leanne ihr nichts Genaueres als den Namen des angeblichen Wellness-Hotels verraten? Sie vermutet jedoch, dass es sich um ein Wellness-Hotel handelt. Wieso aber ist dann Glowcastle auf keiner Karte zu finden?
Celia beschließt, den beiden trotz geringer Hinweise nachzureisen, voller Optimismus, sie irgendwie zu finden. Denn sie muss unbedingt herausfinden, was Devin mit ihrer Freundin vorhat. Schließlich wäre es nicht das erste Mal, dass Leanne an den falschen Mann geraten würde.
Auf dem Flug lernt Celia den mysteriösen Alan Parr kennen, der einer der Geschäftsführer von Glowcastle ist und sie dorthin mitnimmt. Beide sind sich sofort sympathisch und es gelingt Alan, Celias Bedenken zu zerstreuen, obwohl für Celia eine Reise in eine ihr fremde Welt beginnt. Denn Glowcastle ist ein Hotel der besonderen Art: Ein SM-Club der Luxusklasse, zugänglich nur für Mitglieder.

Rezension

Nina Jansens neuer Roman besticht rundum. Die Dialoge sind schlüssig, mit Gefühlen, Sarkasmus und Situationskomik durchsetzt. Die Sprache ist sinnlich, es wird nie langweilig und ich konnte kaum erwarten, weiterzulesen, wenn ich mangels Zeit unterbrechen musste.
Während die leichtsinnige Leanne sich nach einem dominanten Liebhaber sehnt, der ihr fantasievolles, von SM geprägtes Kopfkino in die Realität umsetzt, ist die vernünftige Celia bei Männern eher zurückhaltend und im übrigen froh, wenn es bei ihr mal zu einem Orgasmus reicht. Denn selbst beim erfolgreichen Masturbieren ist Leanne ihr Längen voraus.
Bald ist Celia mehr mit ihren Gefühlen für Alan beschäftigt und damit, ob sie ihm ihre eigene geheime Fantasie anvertrauen soll, als sich Sorgen um Leanne zu machen – doch da kommt der Krimiaspekt in diesem Roman hinzu, der dem Ganzen eine zusätzliche Spannung verleiht. Leanne begegnet ausgerechnet hier dem Mann, von dem sie sich in ihren erotischen Fantasien freudig züchtigen lässt, nicht ahnend, welchem gefährlichen Wunschtraum sie hinterher jagt …

Die Rezension wurde von Lilly geschrieben.

Interview mit Nina Jansen

Zehn Fragen an Nina Jansen
gestellt von Lilly Grünberg


1. Ihre gut geschützte Anonymität weckt bei den Leserinnen und Lesern ganz besonders die Neugierde.
Können Sie uns ein bisschen was darüber verraten, in welchen Genres Sie geschrieben haben, bevor Sie sich an Erotik wagten?

Meine ersten Bücher (Kriminalromane) waren nur mäßig erfolgreich. Genaugenommen flopten sie völlig. Das hat mir die Freude am Schreiben aber nicht verleiden können, ich habe einfach in anderen Genres weitergemacht. Mittlerweile schreibe ich Kinderbücher, Jugendbücher, Frauenbücher, Romane … alles, was ich selbst gerne lese.


2. Haben Sie erwartet, dass Ihre beiden Debütromane "Bestrafe mich" und "Gehorche mir" einen so einschlagenden Erfolg haben
und die Bestseller-Listen empor stürmen würden?

Wie fast alle Autoren träume ich immer vom Sprung in die Bestseller-Liste. Jedes neue Buch könnte den großen Durchbruch bringen! Und wenn es dann passiert, ist man doch überrascht – und natürlich außer sich vor Freude. So erging es mir, als ich nach den anfänglichen Schwierigkeiten plötzlich einen Hit mit einer Kinderbuchreihe gelandet habe. Noch mehr geplättet war ich über den Erfolg von „Bestrafe mich!“. Nicht in meinen kühnsten Träumen …


3. Was hat Sie veranlasst, das Genre zu wechseln und einen ersten Erotikroman zu schreiben?
Gab es bestimmte Inspirationen, die zur Story geführt haben oder hat Ihr Kopfkino einfach losgelegt?

Ein Erotikroman ist mir schon lange im Kopf herumgeschwirrt. Genaugenommen war es kein Roman, sondern viele einzelne Episoden. Ja, Kopfkino total! Ich habe immer mal wieder angefangen, etwas davon aufzuschreiben, aber es hat nie für ein Buch gereicht, und es kam mir so vor, als könnte ich mit erotischen Fantasien keinen ganzen Roman füllen. Das hat sich geändert, nachdem ich „Mondkuss“ von Astrid Martini gelesen habe. Danach habe ich sofort losgelegt! Und siehe da, mit dem nötigen Schwung wurde ein Buch daraus.


4. Wie sind Sie zum Schreiben gekommen? Seit wann schreiben Sie?

Bei uns daheim wurde immer geschrieben. Tagebücher, Gedichte, Hörspiele oder Theaterstücke, die wir dann gemeinsam aufgeführt haben, mit unseren Katzen und Hunden als Publikum. Es hat wahnsinnig Spaß gemacht. Ich habe zwar zuerst einen anderen Beruf erlernt und eine Weile ausgeübt, aber dann hat das Schreiben doch gesiegt.


5. Haben Sie irgendeine Ausbildung gemacht, bei der Sie gelernt haben, wie man erfolgreich einen Roman schreibt?

Von einer Londonreise kam ich mal mit einem Koffer voller Bücher übers Schreiben zurück, die füllen heute noch weite Strecken meiner Regale. Ich habe sie ausgiebig studiert, alles Wichtige darin unterstrichen und es sofort in die Tat umgesetzt. Mein erster Krimi war zwar literarisch ein Flop, als Übungsstück aber hat er mich sehr vorangebracht. Ich habe ihn bestimmt zehn mal neu geschrieben, an jedem Satz gefeilt und jeden Charakter immer wieder hinterfragt. So ging mir das Gelernte allmählich in Fleisch und Blut über.


6. Gibt es Freunde, Bekannte, Familienmitglieder, die Ihr Roh-Manuskript zu lesen bekommen und auf deren Kritik Sie hören;
ehe das fertige Manuskript an den Verlag geschickt wird?

Ich habe eine feste Crew von Testlesern, die natürlich je nach Genre variiert. Nur bei „Bestrafe mich!“ habe ich eine Ausnahme gemacht. Ich habe mich schlicht und ergreifend nicht getraut, jemandem, der mich kennt, das Manuskript zu lesen zu geben. Also musste ich mich ganz auf das Feedback vom Verlag verlassen. Angela Weiß hat mir gezeigt, wo die Fallstricke des Genres sind, welche No-Gos es gibt … und vor allem hat sie mir Mut gemacht, etwas frecher zu schreiben. Es ist eine tolle Zusammenarbeit!


7. Recherchieren Sie für Ihre Romane, beispielsweise für den SM-Club in "Gehorche mir!", und wenn ja wo, oder denken Sie sich alles einfach aus?

Normalerweise recherchiere ich sehr gründlich und komme dabei viel herum. Aber bei der Erotik habe ich mir das Meiste einfach ausgedacht und dann im Internet in Foren nachgelesen, ob meine Ideen überhaupt realistisch sind. Ein paar SM-Ratgeber haben mir geholfen, einen Überblick über alles zu bekommen, was machbar ist. Auch eine Möglichkeit, seinen Horizont zu erweitern …


8. An was für einem Buch arbeiten Sie zur Zeit? Dürfen sich die Leserinnen und Leser bald auf weitere Romane von Ihnen freuen?

Im Moment konzentriere ich mich wieder auf Kinder- und Jugendbücher, da ich an neuen Reihen und Einzeltiteln arbeite. Wann ich wieder einen erotischen Roman schreiben werde, hängt davon ab, ob mich die Inspiration packt. Ideen kommen bei mir immer sehr plötzlich, geradezu angeschossen. Aber wann … das werde ich sehen.


9. Weshalb gibt es keine Nina-Jansen-Website?
Wird es so etwas in Zukunft geben? Oder gar Lesungen?

Mal sehen, ob ich irgendwann eine Nina-Jansen-Website erstelle oder einen Blog. Bis jetzt bin ich einfach noch nicht dazu gekommen. Lesungen als Nina Jansen habe ich nicht vor, obwohl ich es witzig fände, mit Perücke und seltsamer Brille verkleidet aufzutreten. Aber ich mache sowieso viele Lesereisen, da passt zeitlich nichts mehr dazwischen.


10. Was können Sie uns über sich selbst verraten, um die Neugierde Ihrer Leserinnen und Leser zu befriedigen?
Über Ihr Alter, Ihren Familienstand, Ihre Vorlieben, was Sie selbst am liebsten lesen oder was Sie machen, wenn Sie gerade nicht Schreiben …?

Ich bin zwei Jahre jünger als Sharon Stone und seit vielen Jahren glücklich verheiratet. Meine Hobbies wechseln oft, weil ich sehr neugierig bin. Derzeit verbringe ich meine Freizeit vor allem mit meiner Gitarre, Qi Gong und dem Ausprobieren von Rezepten mit Argan-Öl.
Die letzten beiden Bücher, die ich gelesen habe, sind „Der Junge, der sich in Luft auflöste“ von Siobhan Dowd (genial!!!) und „Eine wie Alaska“ von John Green (wundervoll erzählt).

Wir danken Nina Jansen für das sympathische Interview.

Viele Grüße

Andromache

Samstag, 13. Juni 2009

Was gibt es Neues zum Wochenende???

Neue Lesetipps!

Liebe LeserInnen,

wir möchten es nicht versäumen, euch in der nächsten Zeit, neue Romane aus der Feder unserer Lady`s Lit Autorinnen vorzustellen, die in Kürze veröffentlicht werden!

In Kürze erscheint

"SCHATTENFÜRST" von Kim Landers im Plaisir d`Amour Verlag.



Klappentext:

Prag, im frühen 19. Jahrhundert: Mit Einbruch der Dunkelheit kehrt die Angst in Prag ein, denn die Nächte der Stadt werden von blutgierigen Vampiren beherrscht - allen voran Graf Jiri, Anführer der Vampire. Auf seinen pompösen Bällen wählt er schöne junge Frauen als Beute für die Orgien der Vampire aus.

Ein Objekt seiner Begierde ist auch Karolina, eine junge Adelige. Auf der Flucht vor Graf Jiri wird sie von einem geheimnisvollen Mann gerettet: Fürst Dominik Karolyi. Vom ersten Moment an ist Karolina von dem düsteren Dominik fasziniert, nicht ahnend, dass auch er zu den Vampiren gehört!

Einem Hilferuf ihrer Freundin Adela folgend, reist Karolina zum unheimlichen Schloss von Graf Jiris Mätresse, in dem Vampire ihr Unwesen treiben. Der Fluchtplan der Freundinnen scheitert, und Adela wird im Schloss gefangen gehalten. In ihrer Angst sieht Karolina keinen anderen Ausweg, als Dominik um Hilfe zu bitten. Der Fürst verspricht ihr zu helfen - aber er verlangt eine Gegenleistung von Karolina …

Neugierig geworden?? Eine Leseprobe findet ihr hier:

http://www.plaisirdamourbooks.com/KLanders%20Schattenfuerst.htm

Das Buch ist bereits als E-Book zu erwerben.

Viel Spaß beimSchmökern!

Viele Grüße

Andromache

Mittwoch, 10. Juni 2009

Die Gewinnerin der Verlosung

...von Antonia Munoz Roman "Das Orakel von Paris" steht fest!


Das Team von Lady`s Lit gratuliert

Brigitte Topp aus Detmold.

Allen Nichtgewinnern bietet sich bereits in den nächsten Tagen eine neue Chance,ein tolles Buch zu gewinnen. Wir stellen neue Lektüren vor, die ins Urlaubsgepäck gehören.


Viele Grüße

Andromache

Samstag, 6. Juni 2009

Historie & Nostalgie!

Liebe LeserInnen,

heute möchten wir euch einen interessanten historischen Debütroman vorstellen. Natürlich gibt es auch einen wieder zu gewinnen. Wer mitmachen will, schreibt bis zum 09.06.2009 eine E-mail an ladyslit@web.de, im Betrefffeld, wie üblich, den Titel ds Buches. Und vergesst nicht eure Adresse anzugeben. Wir drücken euch ganz fest die Daumen!

"Das Orakel von Paris" von Antonia Munoz, erschienen im Sieben-Verlag



Klappentext:

Paris im Jahr 1678. Die Stadt brodelt. Wahrsager, Schwarzmagier, Scharlatane und Giftmischer geben sich in den Salons der Aristokratie die Klinke in die Hand und zelebrieren an geheimen Orten schwarze Messen. Jeanne Meunier ist ein einfaches Mädchen aus dem Loiretal als sie nach Paris kommt, um dort ein neues Leben zu beginnen und die Vergangenheit zu vergessen. Durch die Hilfe ihrer Freunde, eines vor Bedenken triefenden Apothekers, einer Putzmacherin und nicht zuletzt ihres quengelnden Schutzgeistes Gabrielle, avanciert das junge Mädchen zu einer Sensation. Jeanne wird zur Geisterbeschwörerin, zum Sprachrohr der Toten. Ihre Séancen sind in aller Munde. Jeder, der auf sich hält, muss La Dame Rouge wenigstens einmal gesehen haben. Jeanne macht Furore, gelangt zu Ruhm und Vermögen. Doch ihr Erfolg entfacht Neid und trägt ihr die Feindschaft der Giftmischerin La Voisin ein. Der Generalleutnant der Polizei sucht nach Beweisen und will Jeanne als Hexe überführen. Und ihre Vergangenheit hat sie längst eingeholt. Von La Voisin in eine Falle gelockt, muss Jeanne um ihr Leben und ihre Liebe kämpfen.


Rezension:

>Nicht einen einzigen Flohstich konnte ich mein Lebtag vorweisen.<
Mit diesem ersten Satz beginnt der Roman um Jeanne Meunier. Unweigerlich frag man sich nach dem Grund für solche Unversehrtheit. Das Interesse ist geweckt und schon folgt man der Protagonistin durch eine von Lieblosigkeit und Arbeit geprägte Kindheit. Als Müllertochter wächst Jeanne zu einer jugendlichen Schönheit heran, nach der sich die Männer umdrehen. Gerade dieser vermeintliche Vorteil wird der blutjungen Frau zum Verhängnis. Dennoch scheint sich alles zum Guten zu wenden. Gäbe es nicht den Marquis de Saint-Fleur. Für ein anständiges Mädchen ziemt es sich nicht, sich einem Edelmann zu widersetzten, dem alles Land gehört. Und der Marquis hat an der hübschen, gerade fünfzehnjährigen Jeanne Gefallen gefunden.
Jeannes Leben gleicht einer Gratwanderung zwischen bürgerlicher Moralvorstellung und den Gelüsten liebestoller Männer, bei der sie selbst wenig Einfluss nehmen kann.
Im Jahr 1670 im ländlichen Ambray beginnend, führt der Roman 1678 nach Paris. Hier macht sich die Protagonistin ihre besondere Gabe zunutze, in Kontakt mit Verstorbenen treten zu können. Das Leben ist spannend, aber in vielerlei Hinsicht gefährlich. Noch immer finden Hexenverbrennungen statt. Giftmischer und Magier fühlen sich um einen Teil ihre Einnahmen betrogen. Jeanne begegnet der Liebe.
In Paris erlebt sie schließlich, zu welch leidenschaftlicher Hingabe Frau und Mann fähig sind, wenn wahre Gefühle sie verbinden.
Dieser Roman zeigt eindrucksvoll, wie schwer es für Frauen jener Zeit war, auf ihre Lebensgestaltung Einfluss zu nehmen.
Von Anfang an gelingt es der Autorin, den Leser mitzunehmen und stets Spannung zu erzeugen, die zum Weiterlesen drängt. Ihre Hauptperson Jeanne Meunier ist sympathisch, aber nicht fehlerlos. Trotz der Umstände bewahrt sie sich ihr kindliches Wesen und ihren Optimismus. Auch optisch kommt der Roman aufgrund seines ungewöhnlich großen Formats und des für historische Literatur typischen Cover sehr ansprechend daher. Ein Debütroman, der mich durchweg positiv überrascht hat. Es bleibt zu hoffen, dass die Autorin weitere Werke folgen lässt.

Die Rezension wurde von Manuela geschrieben.

Interview mit Antonia Munoz:

1. Liebe Antonia, worin lag für Sie der Reiz, gerade einen historischen Roman zu schreiben?

AM:Eindeutig in meinem Faible für die Vergangenheit. Mich haben Schriftsteller wie Dickens, Thackeray, Tolstoi oder Balzac und Zola immer stärker angezogen als Gegenwartsliteratur. Zudem gab es damals, als ich etwa 18 war, noch nicht die Menge an historischen Romanen, wie es sie heute gibt. Der Vorteil bei den älteren Schriftstellern lag für mich darin, dass mir das Gedankengut und die Wertvorstellungen damaliger Zeiten näher gebracht wurden, die mir historische Romane nicht in dieser Weise bieten konnten. Auch Theaterstücke sind da sehr aufschlussreich. Ich wollte einfach alles über die Menschen wissen, die vor mir lebten.

2. Historische Romane bedürfen ja etwaiger Recherchen. Wie lange haben Sie für das Orakel recherchiert?

AM:Es wäre gelogen, wenn ich jetzt behaupte, für das Orakel hätte ich mich vor einen Stapel Bücher gesetzt und mir alles Wissenswerte in einigen Wochen eingepaukt. Eine Recherche in dieser Form gab es nicht. Eher war es ein Wissen, das sich über Jahre angesammelt und verankert hat, so dass ich mich in dem geschaffenen Umfeld relativ sicher bewegen konnte. Das Barock, Ludwig XIV., der Skandal um die Giftmischerin La Voisin waren mir ein Begriff, lange bevor ich darüber schreiben wollte. Meine Recherchen während des Schreibens beschränkten sich auf Kleinigkeiten: exakte Jahreszahlen oder die Stadtaufteilung von Paris zu jener Zeit, und so fort. Wobei ich nicht immer im Auge behielt, was dem Leser an Authentizität angenehm ist. Ganz verblüfft war ich, als eine Freundin mir sagte: „Ich war jetzt in einem Museum, und dort hing ein Justaucorps. Jetzt weiß ich auch was ich mir darunter vorstellen muss.“ – Da kam mir schon der Gedanke, ob der Leser mit dem Ausdruck „Gehrock“ nicht besser bedient gewesen wäre.

3. Weshalb haben Sie sich gerade für dieses Zeitalter entschieden? Gab es da einen bestimmten Anlass oder eine Besonderheit?

AM:Im Barock beginnt der Mensch zwischen Gottglauben und Wissenschaft zu schwanken. Es fand eine Wandlung in den Köpfen der Menschen statt. Zusätzlich änderten sich für die großen Familien Frankreichs die äußerlichen Rahmenbedingungen. Der Sonnenkönig duldete keinen Einfluss außer seinem eigenen, er war ein absoluter Herrscher. Wer etwas erreichen wollte, musste an den Hof, dort auf die Gunst des Königs hoffen, sich präsentieren. Der Ehrgeiz, den manche dabei an den Tag legten, scheute vor Intrigen nicht zurück – bis hin zur Anwendung von Gift. Das war ein Nährboden für all diejenigen, die auf unterschiedliche Weise behaupteten, in die Zukunft blicken zu können. Mir bot es die Mixtur, die ich brauchte. Eine Giftaffäre, der Hang der Menschen zu Wunderwerken und Intrigen und eine Protagonistin aus dem Volk, die hineingerät in diesen Strudel. Ich hoffe, es ist mir gelungen, den Lesern auf unterhaltsame Weise ein wenig die Lebensart und Geist dieser Zeit nahezubringen.

4. Welche Tipps können Sie angehenden AutorInnen für das Schreiben von historischen Romanen mit auf den Weg geben?

AM:Tja, nur, weil ein Buch von mir veröffentlicht wurde, heißt es nicht, dass ich anderen etwas darüber vermitteln kann, aber ich versuche es gerne. Natürlich sollten AutorInnen historischer Romane über jederzeit abrufbares Wissen verfügen und nicht vor jeder Szene erst recherchieren müssen, ob Ihre Vorstellung davon überhaupt machbar ist. Das vereinfacht den gesamten Ablauf. Es ist nicht unbedingt hilfreich, sich auf ein Thema zu stürzen, das zwar heiß begehrt ist, von dem man aber sehr wenig weiß. Je mehr man mit einer Zeit vertraut ist, desto sicherer kann man darüber schreiben. Mir selbst hat Lesen viel geholfen, und ich kann nur den Tipp geben, kein Genre zu verschmähen, denn aus jedem kann man etwas mitnehmen, sogar aus dem Aufbau von Heftromanen, auch wenn viele darüber die Nase rümpfen mögen. Je größer die Bandbreite, die man sich aneignet – auch im Hinblick auf den eigenen Wortschatz - desto stärker das Fundament. Und ich möchte jedem raten, sich auch an die Klassiker heranzuwagen. Gerade AutorInnen im historischen Bereich schadet es nicht, sich mit den Schriftstellern der Zeiten auseinanderzusetzen, über die sie schließlich schreiben wollen.

5. Können die LeserInnen noch weitere Romane von Ihnen erwarten? Vielleicht in Kürze?

AM:Das ist noch offen. Verlage und wohl auch Leser setzen derzeit ihren Fokus auf Mittelalter und Deutschland, und mein Folgeroman im historischen Bereich hat es schwer, da er nicht in diese Sparte fällt. Zusätzlich wage ich meine ersten Schritte in ein neues Genre. Wohin diese führen, muss sich in den kommenden Monaten noch zeigen. Was das Orakel betrifft, so ist eine Leserunde im leserattenbuecherforum.de für den Juli geplant, an der ich teilnehme. Wer mehr darüber erfahren möchte, kann die Leserunde dort mitverfolgen.

6. Und die obligatorisch-private Frage, die wir AutorInnen gerne stellen: Was macht Antonia Munoz, wenn sie nicht schreibt? Welche Hobbys hat sie?

AM:Schreiben ist ja schon mein Steckenpferd und eine Leidenschaft, die viel Zeit braucht. Gelegentlich überkommt mich ein Ausbruch sportlicher Aktivität. Vieles andere, was ich sehr gerne mache, ins Kino gehen, mich mit Freunden treffen, kommt in letzter Zeit etwas zu kurz, aber ich arbeite daran, dass es nicht zu bleibt.

Lady`s Lit dankt der Autorin für das sympathische Interview.

Viele Grüße

Andromache

Mittwoch, 3. Juni 2009

Rena Larf- eine interessante Person mit einem interessanten Projekt!

Hallo zusammen!

Heute möchten wir euch Rena Larf und ihr Projekt "Erotic Morning Lounge" vorstellen.



Hör-Tipp: EROTIC MORNING LOUNGE

Auf www.1000mikes.com ist ein Internet-Projekt zu finden, das auf verschiedenen Kanälen eine bunte Mischung von Lesungen anbietet. Die EROTIC MORNING LOUNGE ist eine davon. Hier gibt es Aufregendes, Anregendes und Erregendes für die Ohren. Das Ganze – wie der Name schon sagt - am frühen Morgen, gelesen von der Hamburger Literaturinterpretin Rena Larf.

Liebe Rena, wie bist Du zu 1000Mikes gekommen - und damit zu der Idee, im Internet zu lesen?
Ja, Ulrike, auch Autoren müssen neue Wege gehen, um Menschen zu erreichen. Wenn die Zuhörer nicht zu uns kommen, müssen wir halt zu ihnen. Ein Bekannter hatte mich auf diese neue Möglichkeit des Radios 2.0 aufmerksam gemacht. Webradio gewinnt in unserer modernen Mediengesellschaft massiv an Boden und für mich ist 1000Mikes eine spannende Bühne, auf der ich einem größeren Online - Publikum literarisch - erotische Inhalte niveauvoll sprachlich vermitteln kann.

Wie kann ich mir die Lesungen anhören? Gibt es technische Voraussetzungen, die ich beachten muss?

Kein großes Brimborium. Einfach auf www.1000mikes.com auf den Sender EROTIC MORNING LOUNGE klicken, den man in der TOP TEN Liste findet, und schon kann man Live - Zuhörer sein, vorausgesetzt natürlich man hat einen PC oder andere Internet - fähige Geräte, Headset oder Lautsprecher. Alles, was ich über meine Soundkarte reinschicke, wird vom Webtelefon übertragen und ganz einfach in hoher Audioqualität auf Sendung gebracht. Dabei gibt es ein schönes Bonbon: Wer nicht live mit dabei sein kann, für den stehen die Podcasts der Sendung als MP3 im Archiv jederzeit unter CC - Lizenz für den Download bereit.
Also kann man immer reinhören, wenn es zeitlich passt.


Du liest nicht nur eigene Texte. Auf Deinen verschiedenen Kanälen von Erotik über Krimi bis hin zur Fantasy, präsentierst Du vor allem auch die Texte anderer Autoren. Wie kann man Texte bei Dir unterbringen?

Ja, das ist eine schöne Entwicklung gewesen. Ich bin im Juni 2008 als erste Literatin mit den Kanälen CRIME TIME, FANTASY CHANNEL und Der Märchengarten gestartet. Mittlerweile sind auch der DRC – Dark Romance Channel und die EROTIC MORNING LOUNGE unter den beliebtesten Sendern auf dem Portal 1000Mikes.
Durch meine Zusammenarbeit mit Alisha Bionda, Carola Kickers und dem Plaisir d'Amour Verlag habe ich kompetente Autoren in einem großen Pool, die mir freundlicherweise ihre Texte zur Interpretation frei zur Verfügung stellen.
Daneben werden auf allen Sendern auch sehr gerne Leseproben von bekannten oder unbekannten Autoren angenommen, die ins jeweilige Sendekonzept passen.
Einfach nur für das jeweilige wöchentliche Format 25.0000 Zeichen ( inkl. Leerzeichen) an renalarf@web.de schicken, - und wenn es handwerklich gut gearbeitet ist, wird es von mir interpretiert und zu einem feststehenden Termin on Air gebracht.
Fazit: eine Chance für jeden Autor mit seinen Texten noch bekannter zu werden.
Liebe Rena, das Team von Lady’s - Lit bedankt sich ganz herzlich für das freundliche Interview und wünscht auch weiterhin recht viele Hörer!

Liebe Ulrike, ich danke dem Team von Lady’s – Lit für das nette Interview und den tollen Hör – Tipp. Dankeschön!


Die nächste Sendung in der EROTIC MORINNG LOUNGE:

03.04.2009, 9.30 – 10.00 Uhr
„Schneewittchen“ – Ein erotisches Märchen von Lilly Grünberg aus der Anthologie „Wenn es dunkel wird m Märchenwald“

17.04.2009, 9.30 – 10.00 Uhr
„Gehorche mir!“ – Kapitel 2 aus dem neuen romantischen SM-Roman von Nina Jansen

24.04.2009, 9.30 – 10.00 Uhr
„Liliths Töchter“ – Eine sinnliche Zeitreise in eine Epoche ungezügelter Ausschweifungen, Giftmorde und politischer Intrigen … von Luna S. Venice

08.05.2009, 9.30 – 10.00 Uhr
„Stippviste“ und „Nylons aus St. Tropez“ – Erotic Stories von Rena Larf

05.06.2009, 09.30 - 10.00 Uhr
Louise Laurent: Sklavin des Wolfes
Rena Larf liest einen Auszug aus dem erotischen Roman von Louise Laurent

12.06.2009, 09.30 - 10.00 Uhr
Mona Vara: Süße Verführung
Rena Larf liest zwei Ausschnitte aus dem erotisch - romantischen Liebesroman aus dem England der Regency Zeit von Mona Vara

19.06.2009, 09.30 - 10.00 Uhr
Erotik-Stories von "Samtstimme"
Sinnlich - erotische Stories von Robert Kühl. Interpretiert von Rena Larf

26.06.2009, 09.30 - 10.05 Uhr
Auszug aus dem erotischen Krimi "Opfer der Lust" von Sandra Henke. Interpretiert von Rena Larf





Über die Autorin und Literaturinterpretin:

Rena Larf wurde am 2.3.1961 in den Niederlanden geben und lebt mit ihrer Familie in Hamburg. Das Interesse für Literatur und Sprache hat sie in der Kindheit gepackt und seither begleitet. Auch ihre Arbeit bewegt sich in diesem Spannungsfeld.
Nach dem lyrischen Band „Das Spiel der Sinne“ (2001) und ihrer erotischen Kurzgeschichtensammlung „Puls der Leidenschaf(f)t…“ (2003) legte sie Ende 2006 einen originellen und brandaktuellen Roman vor: „Das Liebesleben einer Macho-Frau. Nicht nur Männer sind Machos.“
Die Geschichte spielt in Hamburg, weil Rena Larf von sich sagt, dass sie am liebsten über Dinge schreibt, die sie kennt. Sie ist eine Autorin mit Lokalkolorit.
Aber auch im Fantastischen fühlt sich die Autorin zuhause, die seit 2004 der Redaktion des Literaturmagazins „Elfenschrift“ angehört.
Zwei Hörbücher sind schon gesprochen und ihre Texte sind in zahlreichen Anthologien, Literaturzeitschriften und im Internet zu finden.
Wer mehr über diese vielfältige Künstlerin erfahren möchte, hat unter www.renalarf.de die Gelegenheit hierzu.

Herzlichst eure Emilia.

Freitag, 29. Mai 2009

Kurgeschichtenwettbewerb von Lady`s Lit!

Lieber LeserInnen,

Lady`s Lit startet ab dem 01.06. einen Schreibwettbewerb. Gesucht wird die beste Kurzgeschichte zum Thema:

HEXENLIEBE


Nähere Infos findet ihr auf unserer Homepage unter der Rubrik
"News":

www.ladys-lit.de

Vielleicht ist ja auch eine Geschichte von euch dabei???

Wir freuen uns.

Herzliche Grüße sendet euch das Team

von Lady`s Lit.

Mittwoch, 27. Mai 2009

Welche Frau träumt nicht von solch einem Prachtexemplar Mann????

Hallo alle zusammen,

heute erzählt euch Helene etwas von einem Traummann!



„X-Men Origins: Wolverine“ oder All-Age-Schmachten
von Helene Henke


Das von Hugh Jackman produzierte Prequel zur X-Men Triologie, erzählt Logans Geschichte, seinen Weg zum unverwundbaren Krieger in einem actiongeladenen Ableger, einer One-Man-Show der obersten Güteklasse. Denn vor allem stellt die Inszenierung von Gabin Hood die fleischgewordene Frauenfantasie „Wolverine“ in den Mittelpunkt. Und mit ihm die Beziehung von Logan und Creed. Einst kämpften sie in Kriegen, als Mitglieder der Spezialeinheit Team X, Seite an Seite. Doch als ihr Bund brach, zog es Creed, der seine destruktive Seite schon immer gerne auslebte, zur rücksichtslosen Gewalt.
Einige alte Bekannte trifft man verjüngt, aber auch neue Gesichter mit außergewöhnlichen Kräften sind zu sehen.

Das Geheimnis seines Erfolgs sieht Hugh Jackman, der Frauenschwarm im heimatlichen Naturell:
"Wenn du beim Bungee-Springen auf der Plattform kneifst, ohne einen Versuch gewagt zu haben, wirst du es in Australien zu nichts bringen. Wenn du aber heulst und trotzdem in den Abgrund hüpfst, wird man dich dafür bewundern."

Meint er, und da ist wohl auch was dran. Ich hingegen glaube, dass neben seinem außergewöhnlich guten Aussehen, andere Aspekte ausschlaggebend sind.
Seine Ehe ohne Skandale mit einer etwas älteren Frau , die Schlagzeilen wie „Sexiest Man alive“ mit „Okay, sexy Boy, dann bring mal den Müll raus“ kommentiert.
Ebenso seine Reaktion, wenn er in Interviews auf diesen Titel angesprochen wird. Da kommt dann nicht das übliche „Ach nein, so gut aussehend finde ich mich nicht“, das bei den Leserinnen nichts weiter als ein müdes Augenrollen hervorruft. Stattdessen erklärt er eindrucksvoll, warum „Wolverine“ so aussieht, dass es sich bei der archaischen Figur um eine haarige Angelegenheit handelt, die möglicherweise nicht jedem zusagt (wer es glaubt). Schließlich wollte er nicht, dass sein Wolfsmensch wie ein Calvin Klein Model daher kommt. Wir sagen danke, Mr. Jackman.

Schließlich kann der Mann auch anders. Singen und Tanzen zum Beispiel, wie er unlängst bei seiner Moderation der Oscar-Verleihung bewiesen hat. Den perfekten Gentleman hat er ohnehin drauf, das wissen wir schon aus Filmen wie „Kate und Leopold“ oder teilweise in „Prestige“. Und jedesmal zieht er sein Hemd aus. Nur für mich, versteht sich …
In „Wolverine“ setzt er sogar noch einen drauf und läuft splitterfasernackt durch die Gegend. Damit weckt er das lauernde Neandertalerweibchen. Bei den Dreharbeiten hatten sich an dem Tag, als seine Nacktszene gedreht wurde, alle Frauen am Set eingefunden, die auch nur im Entferntesten mit dem Film zu tun hatten. Nachdem Jackman in voller Pracht durch die Gänge geflüchtet war, um dann eins zu werden mit der unbändigen Natur, indem er einen Wasserfall hinunter springt, wurde er am anderen Ende von einer Horde Damen mit Fotohandys empfangen. Dabei hatte er sich so erschreckt, dass er sich fast selbst mit seinen Metallkrallen gestochen hätte.
Hugh Jackman verkörpert als „Wolverine“ ein Phänomen, das Frauen jeder Altersgruppe dahin schmelzen lässt. Wir waren zu dritt im Kino. Als Älteste (44) im Trupp, war ich schon seit langem der Anziehungskraft dieses Prachtexemplars verfallen.
Die Jüngste (22), bislang vollauf damit erfüllt, den milchgesichtigen Edward aus „Twilight“ anzuschmachten, seufzte neben mir geräuschvoll auf, als Logans schöner Körper unter Wasser vor Schmerz bebte. „Wozu dieser Haltegurt um seine Hüften?“, raunte sie mir zu. Nun, weil nicht alle Körperteile kontrollierbar waren, schon gar nicht unter Wasser. Ansonsten hätte das Ganze etwas lächerlich ausgesehen. Außerdem sollte ein bisschen der Fantasie überlassen bleiben.

Aber mal kurz zum Inhalt des Films:
Nach einigen Jahren glücklichem Leben in Kanada mit seiner Lebensgefährtin Kayla, holt James Logan seine Vergangenheit wieder ein. Einige vom "alten" Team werden getötet. Es stellt sich heraus, dass der Mörder sein Bruder Victor ist. Leider erwischt dieser auch Kayla und tötet sie. Damit gibt es für James nichts mehr als den Gedanken an Rache.
In einer lebensbedrohlichen Prozedur, wird Logans Skelett vollständig mit Alamanthium überzogen, was ihn endgültig unzerstörbar machen soll. Dieses Metall hat Stryker einst aus einem Meteoriten gewonnen, den das Team damals in Afrika gesucht hatte. Fortan nennt er sich Wolverine.
Logan überlebt das Experiment, und noch während er unter Wasser liegt, hört er eine Abmachung zwischen Stryker und Zero mit an, sodass er sich gezwungen sieht, die staatliche Einrichtung zu verlassen. Natürlich passiert das Ganze nicht still und leise. Es folgt oben erwähnte Nacktszene, die eigentlich eine überaus kraftvolle, aggressive Kampfszene ist. Und zwar in jeder Beziehung atemberaubend. Wolverines Schmerz wandelt sich durch den Verrat in Wut, ungezähmte Wut, die Muskelpakete an den Oberarmen anschwellen und Sehnen am Hals hervortreten lassen. Ein kraftvolles Aufbäumen, begleitet von animalischem Gebrüll mit gebleckten, schneeweißen Zähnen, lassen die eisernen Fesseln zerspringen.
Seine spektakuläre Flucht endet auf der Farm eines alten Ehepaares.
„Schatz, ich glaube da ist soeben ein nackter Mann in unsere Scheune gerannt“, flüstert auf der Leinwand die alte Dame ihrem Mann zu.
Logan kommt vorübergehend bei dem älteren Pärchen unter. Da er sie offensichtlich an ihren eigenen Sohn erinnert, statten sie ihn mit dessen Kleidern aus. Das nächste Seufzen kommt von meiner zweiten Begleiterin (32), als Wolverine in Lederjacke und Jeans durch die Scheune spaziert. Es wird jedes Klischee bedient, das Frauenherzen höher schlagen lässt.

Großaufnahme seines Gesichts. Verdammt, sogar die feingesprenkelten Fältchen um die Augen, sehen bei dem Kerl hinreißend aus. Ein Gedanke, den meine jungen Sitznachbarinnen wahrscheinlich nicht mit mir teilen. Ich seufze leise in mich hinein.
Leider müssen die beiden sympathischen, alten Leute sterben, weil der Agent Zero Wolverine aufspürt. Während einer weiteren, wilden Verfolgungsjagd rast Wolverine auf einem Motorrad über die Landstraße, zersäbelt mit seinen Krallen feindliche Pickups und legt in einem halsbrecherischen Sprung durch die Luft den Hubschrauber lahm, mit dem seine Verfolger kurz darauf abstürzen. Mittlerweile ist bekannt, dass diese Szene gekürzt worden ist, um eine Altersfreigabe ab 12 Jahren zu erzielen. Tatsächlich wurde der Film von der FSK nicht freigegeben und läuft nun in geschnittener Form ab 16 Jahre. Sei´s drum, dem allgemeinen Unterhaltungswert tut das keinen Abbruch.
Ein durchweg gelungener Kinoabend mit einem unvergleichlichen Hauptdarsteller. Wir sahen Wolverine leidend, kämpfend, schmerzerfüllt, rasend, zweifelnd, nichtsahnend, angezogen, ausgezogen und immer sehr sexy.
Durchaus zufrieden kehre ich zum heimischen Sofa zurück auf dem mich glücklicherweise mein ganz persönlicher Mr. Sexy erwartet. Was für ein Glück.
Der Film? Nun, der war auch gut …


Viele Grüße

Andromache

Samstag, 23. Mai 2009

Die Liebesromantage in Celle!

Liebe LeserInnen,

natürlich möchte ich es nicht versäumen, euch von den DeLiA-Liebesromantagen in Celle zu berichten, an denen ich neben vielen anderen AutorInnen teilgenommen habe.

Die Stadt Celle ist ein Kleinod in Niedersachsen, geprägt durch Fachwerkhäuser, enge Gässchen und dem damit verbundenen nostalgischen Charme. Da es auch noch in der Nähe meines Heimatortes lag, war es für mich ganz klar, dorthin zu fahren.

Was ist DeLiA und was sind die Liebesromantage?

DeLiA ist eine Vereinigung deutschsprachiger LiebesromanautorInnen. Jedes Jahr treffen sich die Mitglieder an einem ausgewählten Ort zu den "Liebesromantagen". In diesem Jahr fiel die Entscheidung zugunsten von Celle. Wer mehr über DeLiA erfahren möchte, kann gern auf der Homepage unter www.delia-online.de sich informieren.

Um welche Art von Veranstaltung handelt es sich?

Es ist nicht nur ein Mitgliedertreffen, um die jährliche Mitgliederversammlung stattfinden zu lassen, sondern auch Außenstehende sind gern gesehene Gäste, sei es als Zuhörer bei den Lesungen oder als Teilnehmer an den literarischen Workshops, die angeboten werden, oder eben nur um mit seinem/r LieblingsautorIn einen kleinen Plausch zu halten.Und vor allem - das darf man nicht vergessen - findet die Preisverleihung für den besten Liebesroman statt! Die Preisträgerin 2009 ist Britt Reissmann.

Hier ein paar Impressionen zu den DeLiA-Tagen . Von den Lady`s Lit Autorinnen war Elke Meyer vor Ort.

Am Abend des 1. Tages fand die Lesung in die Stadtbibliothek in Celle statt. Alles war liebevoll dekoriert und vorbereitet. Es lasen in der folgenden Reihenfolge: Petra Last, Susan Hastings, Elke Meyer und Michaela Rabe.

Elke Meyer bei der Lesung aus ihrem Roman "Im Feuer der Sterne":



Im Publikum saßen nicht nur Unbekannte, sondern auch befreundete AutorenkollegInnen, wie ihr hier sehen könnt:



Jeanine Krock, Hilke Sellnick, Iny und Elmar Lorentz, Rebecca Michele.

In der Pause plauderte Elke Meyer intensiv mit dem befreundeten Autorenehepaar Iny und Elmar Lorentz. Wir freuen uns riesig auf ein baldiges Interview mit Iny und Elmar und werden euch eines ihrer tollen Bücher vorstellen. (Ein Verlosungsexemplar haben die beiden natürlich zugesagt!)



Die Workshops - nicht nur für AutorInnen -:

Es fanden sehr qualifizierte Workshops zu den Themen Dialogführung, Spannung und Aufbau eines Romans statt.
Die Referentinnen waren Ednor Mier, Ulrike Dietmann und Eva Völler. Ein rundum gelungenes Paket an Wissen, das vermittelt wurde. Es war toll, dass neben DeLiA-Autorinnen auch "angehende" Autoren und weitere Interessierte daran teilgenommen haben, wenngleich eine regere Teilnahme wünschenswert gewesen wäre.

Signierstunde bei der Buchhandlung Decius und im Club Bertelsmann:

Hier eine der Finalistinnen von DeLiA und befreundete Autorenkollegin Katerina Timm ("Die Kosakenbraut"):




Fazit : Eine tolle Veranstaltung, die Organisatorin Petra Last auf die Beine gestellt hat.

Es gäbe noch viel mehr Berichtenswertes, aber das würde wahrscheinlich den Rahmen des Blogs sprengen. Vielleicht sehen wir uns ja auch mal auf einem DeLiA-Treffen? Nächstes Jahr in Linz?

Ein schönes Wochenende

wünscht euch Andromache

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