Samstag, 28. August 2010

Wochenendgeflüster!

Liebe LeserInnen,

die Gewinnerin von Ursula Donners "Sohn der Nacht" wurde ausgelost und bereits benachrichtigt. Wir gratulieren ganz herzlich!

Zum Wochenende wandeln wir auf neuen Pfaden und bieten wieder eine Verlosung.

Wir verlosen 5 Ausgaben der aktuellsten Ausgabe des Gothic-Magazins "Pfingstgeflüster". Für Gothic Fans und alle, die das WGT in Leipzig besucht haben ein MUSS! Natürlich auch für die Interessierten an der Szene unter euch!

Pfingstgefluester-logo1

(Quelle des Logos: Pfingstgeflüster, www.pfingstgefluester.de)

Es handelt sich hierbei um eine hochwertige Ausführung des Magazins mit interessanten Artikeln etc. rund um die Gothic Szene.
Wer sie gewinnen möchte, der schreibt bitte bis zum 02.09.2010 eine E-mail an ladyslit@web.de, wie immer in der Betreffzeile sollte der Titel des Magazins nicht fehlen, und natürlich nicht eure Adresse.
Wir drücken euch ganz fest die Daumen.

Ein schönes Wochenende wünscht euch,

Andromache

Freitag, 20. August 2010

Neues Spiel, neues Glück!

Liebe LeserInnen,

unser Buchtipp zum Wochenende:

"Sohn der Nacht" von Ursula Donner, erschienen im Fallen-Star-Verlag.

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Wir verlosen ein signiertes Exemplar. Wer es gewinnen möchte, der schreibt bitte bis zum 27.08.2010 eine E-mail an ladyslit@web.de, wie üblich bitte den Titel in die Betreffzeile einfügen und nicht eure Adresse vergessen.
Wir drücken euch die Daumen.

Unsere Rezensentin Emilia hat das Buch für euch gelesen und ein Interview mit der Autorin geführt.

Klappentext

Seine Profession ist der Tod. Deshalb darf die Patriziertochter Ilaria, die ihn auf dem Carnevale das erste Mal sieht, nicht wissen, wer er ist und was er ist: Alessio, der Vampir mit der Pestmaske. Weder kennt sie sein Gesicht noch seinen Namen. Dennoch ist er der Einzige, dem sie vertrauen kann, als sie aus ihrem Elternhaus flieht. Ilaria ahnt nicht, dass ihn ein dunkles Geheimnis mit ihrer Familie verbindet. Gejagt von der eigenen Vergangenheit muss Alessio sich seinen größten Ängsten stellen. Als sich die Schatten zu einer Macht manifestieren, die ihn und alles, was er liebt, vernichten will, gerät auch Ilaria, die sein untotes Herz erneut schlagen lässt, in allergrößte Lebensgefahr.

Rezension

Obwohl eine Liebesgeschichte enthalten ist, handelt es sich hier nicht um einen allzu romantischen oder mit Erotikszenen gespickten Vampirroman. In diesem Buch begegnet uns der Held im Rüschenhemd im Venedig um 1750. Und wie die Jahreszahl es vorgibt, geht es recht gesittet zu. Wir lesen von Gepflogenheiten und Pflichten jener Zeit. Wir erfahren von einem Geschwisterpaar, das aus seinem gesellschaftlichen Gefängnis flieht – jeder auf seine Art. Die eine Hälfte dieses Paares ist die Patriziertochter Ilaria. Auf dem Carnevale begegnet sie zum ersten Mal Alessio, dem geheimnisvollen Mann mit der Pestmaske. Fortan vereinen sich ihre Wege und ihre Gefühle füreinander wachsen. Ilaria ahnt nicht, dass es sich bei Alessio um einen Vampir handelt. Noch dazu verbindet ihn ein dunkles Geheimnis mit ihrer Familie.
Mit „Sohn der Nacht“ legt die Autorin ein tragisch anmutendes Debüt aus der Richtung Dark Fantasy Romance vor. Sie erzählt in altertümlicher Sprache, beschreibt ihre Figuren sehr genau und kommt dabei immer wieder auf das vorherrschende Thema „Maskenspiel“ zurück. Es ist ein Roman, der sich von der derzeitig eingespielten Flut an Vampirgeschichten abhebt. Er ist anders geschrieben, und somit denjenigen zu empfehlen, die nach Abwechslung suchen, tragische Handlungen nicht scheuen und wohl auch für diejenigen, die verliebt in Venedig sind.


Interview:


Sind Sie verliebt in Venedig? Welche besondere Faszination übt diese Stadt auf Sie aus?

Ursula Donner:

Diese Stadt fasziniert mich, weil sie weder Insel noch Festland ist, sondern einst auf hölzernen Pfählen im Meer errichtet wurde. Sie schwebt auf dem Wasser, erbaut auf ihren eigenen Ruinen. Jahrhundertelang stellte man Haus auf Haus. Seitdem man dies nicht mehr macht, ist die Stadt dem Untergang geweiht und versinkt Jahr um Jahr immer weiter im Meer. Zudem steigt der Wasserspiegel der Adria.
Dieser Ort, der weder Meer noch Land ist, eignet sich hervorragend für Wesen, die nicht lebendig und doch nicht tot sind.

Warum haben Sie sich die Zeit um 1750 ausgesucht?

Ursula Donner:

Dieser Zeitraum übt eine besondere Faszination auf mich aus, weil sie zwischen Höhepunkt und Verfall liegt – mit der Tendenz auf letzteres. Die Maskenbälle erlebten zu diesem Zeitpunkt ihren meisten Zulauf. Dies war eine Art von Weltflucht in die Vergangenheit.
Venedig hatte seine Glanzzeit hinter sich. Diese würde niemals wiederkehren. Die Machtstellung an der Adria war bedroht. Der Handel im östlichen Mittelmeerbereich verlor an Bedeutung und neue Mächte stiegen auf.
Die Besetzung durch Napoleon im Jahre 1797 war in gewisser Weise das Ende einer Entwicklung. Er verbot die Masken und ließ aus Platzgründen die Friedhöfe, die sich einst neben den Kirchen befanden, auf die Isola Di San Michele verlegen.

Stimmt es, dass Sie „Sohn der Nacht“ vorwiegend bei Dunkelheit geschrieben haben?

Ursula Donner:

Ja, sogar das Licht war dabei aus, da mein Kleinkind und mein Baby sonst aufgewacht wären, die im selben Raum schliefen. Angefangen habe ich den Roman 2006 und fertiggestellt gegen Ende 2008 –natürlich genau als die Wirtschaftskrise begann.
Da meine Kinder von Anfang an tagsüber sehr wenig Schlaf brauchten, kam ich meistens ab 20:30 oder 21:00 Uhr zum Schreiben.
Das Schreiben in der Nacht war also keine Vorliebe, sondern die einzige Möglichkeit, den Roman fertigzustellen. Im Endeffekt nimmt man sich die Zeit vom Schlaf weg, wenn einem etwas wichtig genug ist. Dies habe ich sogar getan, als mein Baby nachts noch alle zwei Stunden aufgewacht ist und war demzufolge halb wahnsinnig vor Schlafmangel. Da ich zuvor schon einen Knall hatte, fiel dies glücklicherweise nicht allzu sehr ins Gewicht.

Schreiben Sie allgemein lieber zur Tages- oder zur Nachtzeit?

Ursula Donner:

Die persönlichen Vorlieben sind nicht ausschlaggeben. Ich ziehe – sofern möglich - den Vormittag vor, da man dann noch nicht so erschöpft ist und mehr als die doppelte Seitenanzahl schafft. Zwar ist dies zeitlich inzwischen ein wenig einfacher geworden, doch man sollte jede Minute nutzen, die man hat. Jeder Tag kann der letzte sein, nur weiß man dies nicht. Es kann heute sein, diese Minute. Ich denke, dass der Tod mich am meisten dazu treibt, zu leben.

Wovon lassen Sie sich inspirieren und warum?

Ursula Donner:

Das ist unterschiedlich. Die Grundidee von „Sohn der Nacht“ war, eine Art „Romeo und Julia“ der Vampire zu schreiben. Die Idee ist gewiss nicht neu; keine Idee ist das.
Hinzu kommt, dass ich als Klaus Kinski-Fan „Nosferatu in Venedig“ sah.
Ich hörte damals viel von Paganini. Also trägt Alessio einige Züge von ihm und hat auch seinen Geburtstag bekommen.
Auch wenn letztendlich nur ein geringer Bruchteil meiner historischen Recherchen in die Romane einfließt, so kommen dabei überraschend viele Ideen. Ich sammle geradezu skurrile Gegebenheiten, etwa die der Klöster Venedigs. Es dürften kaum Orte existiert haben, an denen mehr Unzucht getrieben wurde als dort. Wer sich dafür interessiert, dem sei Mary Lavens „Die Jungfrauen von Venedig“ empfohlen. Auch in Casanovas Memoiren findet man etwas darüber.
Ein weiterer Einfluss war für mich der Bildband von Marco Bertin: „Masquerade“, der wohl erotischer geraten ist als mein Roman, dem ich trotz deutlicher Romance-Elemente, wie die Konzentration auf die beiden Hauptpersonen, am ehesten dem Genre Horror zuordnen würde. Für Romance-Leser dürfte der Roman zu „dark“ sein.
Weiter beeinflusst haben mich natürlich meine Lieblingsautoren – etwas, das viele Autoren nicht zugeben, was aber eine zwangsläufige Tatsache ist. Alles um einen herum beeinflusst einen und man selbst auch mehr oder weniger alles um einen herum. Alles wurde bereits gesagt, gemalt, gespielt und geschrieben. Es ist heute weitaus schwieriger, einen Roman zu schreiben, der interessiert, als vor zwanzig Jahren.
Zwischen Einfluss im Sinne von Abschreiben und im Sinne von Inspiration durch Weiterentwicklung und Emulation besteht ein deutlicher Unterschied.

Haben Sie bereits einen neuen Roman in Planung? Wieder ein Vampirroman?

Ursula Donner:

Ursprünglich war geplant, über Cassandra, Alessios einstige Geliebte, zu schreiben. Mein Mann jedoch wollte lieber einen Roman über Jean-François, der für ihn die interessanteste Person meiner Romanwelt ist.
Dieser Nachfolgeband, der ebenso wie der erste Teil in sich abgeschlossen ist, wurde bereits Ende Dezember 2009 fertiggestellt. Hier treten die Romance-Elemente deutlich in den Hintergrund, obwohl zwei Liebesgeschichten darin vorhanden sind. Es handelt sich eher um Historical Paranormal Horror voll mit meinem üblen schwarzen Humor, mit dem ich mich in „Sohn der Nacht“ noch zurückgehalten habe. Darin kommen Vampire, Werwölfe, Huren, Giftmischer, Schmuggler und Leichenhändler vor.
Dieser Roman soll im Frühjahr 2011 herauskommen. Ob weitere Vampirromane von mir erscheinen werden, hängt davon ab, wie sie sich verkaufen. Ansonsten werde ich mich anderen Projekten widmen, die nicht unbedingt weniger Herzblut enthalten und weniger Spaß machen müssen.

Wir danken der Autorin für das sympathische Interview.

Viele Grüße,

Andromache

Gewinner!

Liebe LeserInnen,

die Gewinner von Sandra Henkes Roman "Die Mädchenakademie"wurden bereits ausgelost und benachrichtigt. Wir gratulieren ganz herzlich.

An dieser Stelle möchten wir uns bei allen für die rege Teilnahme bedanken, insbesondere auch bei unseren LeserInnen im Ausland.
Ein weiteres Dankeschön gilt auch unseren LeserInnen, die uns immer wieder mit ihren sympathischen und aufmunternden E-mails eine Freude bereiten.
Das Team von Lady`s Lit sagt DANKE!!

Für alle, die jetzt nicht gewonnen haben, gibt es ab morgen wieder eine neue Gewinnchance.

Bis dahin grüße ich alle ganz herzlich,

eure Andromache

Sonntag, 15. August 2010

Ein superheißer Buchtipp!

Liebe LeserInnen,

Lolita-Erotik! Ein heißes Eisen. Dieses Themas hat sich die Autorin Sandra Henke angenommen und es in ihrem Roman

"Die Mädchenakademie" (erschienen im Heyne-Verlag)
sinnlich verarbeitet.

Cover-Die-Maedchenakademie

Diesen Roman gibt es auch wieder zu gewinnen. Bitte sendet wie üblich eine E-mail bis zum 19.08.2010 an ladyslit@web.de mit dem richtigen Titel in der Betreffzeile und vergesst nicht eure Adresse. Wir drücken euch wieder ganz fest die Daumen.

Hier unsere Leseeindrücke:


Inhalt

Treten Sie ein in den Geheimclub der Lust

Ein Mädcheninternat als Spielwiese der Lust. »Der Geheimclub der Lolitas« lässt nichts anbrennen! Als die 18-jährige Emma von dem lustvollen Wettbewerb erfährt, den sich vier Mitschülerinnen ausgedacht haben, möchte sie in den Bund aufgenommen werden. Um ihren erotischen Horizont zu erweitern. Und um Christian zu erobern, die äußerst attraktive Aushilfe. Doch der hütet ein Geheimnis, und auch die Lolitas sind merkwürdig verschwiegen, was die verschwundene fünfte Lolita angeht.

Unsere Meinung

Schon zu Beginn des Romans beschreibt die Autorin eine delikate Szene, in der sich Schülerinnen des Mädcheninternats mit ihrem Lehrer sexuell vergnügen, dass es nur so prickelt. Denn die Mädchen, die dem Geheimclub der Lolitas angehören, kennen in der Lust keine Tabus. Prompt werden sie bei dieser Orgie ertappt. Während der Lehrer gehen muss, bekommen die Töchter reicher Eltern nur eine lapidare Abmahnung und das war`s. Also läuft ihr Club im Geheimen weiter. Emma, eine neue Schülerin des Internats, bekommt "Tuchfühlung" mit den Lolitas und kann ihr Interesse an deren Treiben nicht verhehlen, wenn sie auch nicht so freizügig denkt und ihre Grenzen auslotet wie ihre Mitschülerinnen. Verwirrung stiftet noch der attraktive Hausmeister Christian, bei dem nicht nur Emmas Puls in die Höhe schießt.Doch was Emma nicht ahnt, nicht nur Christian, in den sie sich verliebt, verbirgt etwas vor ihr, sondern auf dem Internat und den Lolitas lastet ein dunkles Geheimnis.

In ihrer unnachahmlichen Weise ist es Sandra Henke wieder einmal gelungen, die Leser nicht nur mit ihrer ausgefeilten und tabulosen Erotik zu begeistern, sondern noch als Sahnehäubchen eine kriminalistische Hintergrundstory einzuflechten.Man muss das Buch in einem Rutsch lesen, so fesselnd ist es geschrieben.
Besonders gut gefallen, haben die Charaktere der Mädchen, die unterscheidlicher und facettenreicher nicht sein konnten.
Ein absolutes Lesevergnügen, ein SOMMERHIGHLIGHT!

Viele Grüße,

Andromache

Samstag, 14. August 2010

Die Gewinner stehen fest!

Liebe LeserInnen,

unser virtueller Postkasten ist fast geplatzt. Wir danken allen TeilnehmerInnen für das Mitmachen. Wegen der hohen Beteiligung
hat die Autorin noch ein weiteres signiertes Exemplar gestiftet.
Vielen Dank!

Die Gewinnerinnen stehen fest und wurden benachrichtigt. Das Team von Lady`s Lit gratuliert ganz herzlich.
Alle anderen erwarten neue Chancen, denn bereits morgen stellen wir euch ein weiteres tolles Buch vor, das ebenfalls verlost wird.

Auf dem Blog der Autorin Kim Landers www.meyerlanders.twoday.net wird ebenfalls ein Buch verlost.
Schaut vorbei!

Wir wünschen euch ein wunderschönes Wochenende!

Viele Grüße,

Andromache

Sonntag, 8. August 2010

Brandneuer Titel aus der Feder von Lady`s Lit!

Liebe LeserInnen,

im vergangenen Jahr erschien Teil 1 der Trilogie "Monde der Finsternis" von Elke Meyer.

Seit ein paar Tagen ist Band 2 auf dem Markt, der den Titel
"Mond der verlorenen Seelen" trägt und ebenfalls im Sieben Verlag erschienen ist.

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Wir verlosen ein von der Autorin signiertes Exemplar.

Wer an unserer Verlosung teilnehmen will, der schreibt bitte bis zum 13.08.2010 eine E-mail an ladyslit@web.de, in der Betreffzeile bitte den Titel benennen, und vergesst eure Adresse nicht. Wir drücken euch ganz doll die Daumen.

Inhalt:

Aidan ist nun ein Vampirkrieger, dessen menschliche Seite immer mehr verblasst. Es scheint nur eine Frage der Zeit, wann er dem Ruf der Finsternis für immer folgen wird. Amber begegnet dem attraktiven und verwegenen Samuel, der sie vom ersten Moment an fasziniert. Aber auch ihn umgeben düstere Geheimnisse ... Gemeinsam müssen Amber und Aidan neuen Gefahren trotzen, und dabei ihre Liebe zueinander zu einem starken Band werden lassen, das sie vor der Finsternis bewahren kann.

Die erste Rezension dazu ist bei amazon zu finden.

Signierte Exemplare, gerne auch mit persönlicher Widmung, können auch direkt über die Homepage der Autorin bestellt werden:
www.autorin-meyer.de

Auf www.1000mikes.com, Channel "Books of secret" sind bereits im August 3 Episoden aus dem Roman zu hören, die die bekannte Literaturinterpretin Rena Larf vorlesen wird. Kostenloses Download!

Die Termine:

Am 20.08.2010, 27.08.2010 und 07.09.2010 jeweils um 10.15 Uhr



Viele Grüße,

Andromache

Freitag, 6. August 2010

Wir sind wieder zurück mit einem neuen Buchtipp!

Liebe LeserInnen,

ab jetzt sind wir wieder da und präsentieren euch Lesetipps und vieles mehr.

Unser Buchtipp zum Wochenende:


"Flüsterkind" von Mona Michaelsen, erschienen im Verlag Schwarzkop & Schwarzkopf

Cover-Fluesterkind

Unsere Rezensentin Manuela hat es für euch gelesen. Hier ihre Meinung:


Klappentext:


„Irma… es widerstrebt mir, Dich Irma zu nennen. Es widerstrebt mir aber noch mehr, Dich Mama zu nennen. Irgendeine Anrede muss ich aber benutzen, sonst fühlst Du Dich am Ende gar nicht angesprochen.“



Mona Michaelsen war fünf, als sie zum ersten Mal von ihrem Stiefvater missbraucht wurde. Jahrelang ertrug sie ihr Martyrium, ohne mit jemandem darüber reden zu können. Heute, fast vierzig Jahre später, schreibt sie einen Brief an ihre Mutter. Die damals wegschaute, die nichts wissen wollte, den Missbrauch duldete. Endlich berichtet Mona ihr all das, was sie damals nicht sagen durfte. Mit beklemmender Eindringlichkeit konfrontiert sie ihre Mutter mit der schrecklichen Wahrheit. Doch mehr als um ihre Mutter geht es um Mona selbst: Wort für Wort befreit sie sich von ihrer Vergangenheit, indem sie ihre Geschichte erzählt – die wahre Geschichte des Flüsterkinds.


Rezension:

Mona Michaelsen schildert in „Flüsterkind“ ihre Kindheit, die nie eine war. Als ältestes Kind wird sie in Familienverhältnisse hineingeboren, die für sich allein genommen schon eine einzige Katastrophe sind. Mit einem trinkenden, gewalttätigen Stiefvater und einer sich selbst bemitleidenden, lethargischen Mutter lernt Mona schon früh, sich um Haushalt und Geschwister zu kümmern. Die halbe Kindheit verbringt sie in einer Kammer, wird meist nur zur Verrichtung ihrer umfassenden Pflichten und zum Essen herausgelassen. Sie bemüht sich, der ständig klagenden Mutter möglichst alle Arbeit abzunehmen, in der Hoffnung auf ein wenig Zuneigung. Vergeblich.

Im Armenhaus lebend erfahren sie und ihre Geschwister nur Verachtung, Unterdrückung und körperliche Gewalt. Im zarten Alter von fünf Jahren beginnen die sexuellen Übergriffe des Stiefvaters. Nicht heimlich nachts im Dunkel, nein! Am Abend darf Mona sich auf Papas Schoß setzen, um der Familie ein Ständchen zu singen. Und während Mona singt, beginnt der Stiefvater, lediglich durch den Tisch vor den Blicken der anderen geschützt, die Fünfjährige unsittlich zu berühren. Und das ist erst der Anfang.

Unvorstellbar ist, was Mona Michaelsen da beschreibt. Man spürt die Hilflosigkeit, die Unsicherheit des Kindes, das instinktiv spürt, dass Unrechtes mit ihm geschieht, dem aber weißgemacht wird, alles sei in Ordnung. Nicht zuletzt, da die Mutter wegsieht. Als Mona den Mut aufbringt und sich der Mutter endlich anvertraut, erntet sie nichts als Schläge für ihre unverschämten Lügen. Doch selbst das ist nicht das Schlimmste, was der Heranwachsenden widerfährt. Auch ihre Schwester Ulla ist vor dem pädophilen Stiefvater nicht sicher.

Das Buch macht betroffen, man möchte die Kinder in den Arm nehmen, ihnen sagen, wie wertvoll sie sind, dem Treiben ein Ende bereiten.

Bleibt die Frage, warum dieses Buch jedem Leser zu empfehlen ist? Es gibt viele Spielarten von Missbrauch, beginnend mit abschätzigen Bemerkungen, Schlägen, Einfordern von Mitleid, die die Kinderseele schädigen.

In Mona Michaelsens Buch wird deutlich, welch umfassenden Einfluss Mutter und Vater ausüben. Kinder vertrauen dem Urteil der Eltern mehr als sich selbst auf der Suche nach Zuneigung und einem Platz in der Welt. Umso wichtiger ist es, Eltern zu sensibilisieren, im Umgang mit ihren Kindern achtsam zu sein.

Mona Michaelsen hat mit diesem Buch einen Befreiungsschlag vollzogen. Ihr ist es als einziges Kind der Familie gelungen, ein relativ normales Leben zu führen. Und dennoch kann keiner die Kindheit ganz hinter sich lassen.


Ein schönes Wochenende und viel Spaß beim Schmökern!

Viele Grüße,

Andromache

Montag, 5. Juli 2010

SOMMERPAUSE!!

Liebe LeserInnen,

die Gewinner der Verlosung "Sommernachtsträume" wurden ausgelost und benachrichtigt. Viel Spaß beim Lesen. Für alle anderen gibt es neue Gewinnchancen nach der Sommerpause.

Allen wünschen wir einen traumhaften Sommer!

Lady`s Lit beginnt am 04.08.2010,

wenn es wieder heißt:

WIR LESEN UNS!!

Herzliche Grüße an alle

sendet das Team von Lady`s Lit

Freitag, 2. Juli 2010

Wir verabschieden uns in die Sommerpause!

Liebe LeserInnen,

ab morgen hat Lady`s Lit eine Sommerpause. Anfang August sind wir wieder für euch da.

Damit es euch nicht zu langweilig wird, stellen wir euch unsere Sommerlesetipps vor, die es einzeln mit einer kleinen zusätzlichen Überraschungslektüre zu gewinnen gibt.
Wer am Gewinnspiel teilnehmen möchte, der schickt bitte, wie üblich, eine E-mail an ladyslit@web.de unter dem Kennwort "Sommernachtsträume". Und vergesst nicht, eure Adresse mitzuteilen. Einsendeschluss ist der 04.07.2010! Wir drücken euch ganz doll die Daumen.
Wir wünschen allen unseren LeserInnen einen wunderschönen Sommer. Bleibt uns treu!

Herzlichst,

Andromache


Lesetipp Nr. 1:


"Blutfesseln" von Linda Köberl, erschienen im Sieben-Verlag, Herausgeberin Alisha Bionda.

Cover-Blutfesseln

Rezension

Die Hauptprotagonistin Alexandra Romanow ist eine vom Schicksal äußerst gebeutelte Frau. Vor Ihrem Vampirdasein verliert sie durch Unfälle und Krankheiten sowohl ihre Eltern, ihr ungeborenes Kind und zuletzt auch noch ihren Ehemann. Im Jahre 1648 ist die Zeit hart für verwitwte Frauen und Alexandra wird ein Schankmädchen, die auch den Männern gefällig ist. Bis sie an der Schwindsucht erkrankt...
Sergej, ein Kunde und Freund erkennt, dass Alexandra sterbenskrank ist und verhilft ihr zu ewigem Leben...er macht sie zu einem Daywalker. Doch Alexandra hat leider emphatische Fähigkeiten und sie leidet darunter das Blut von Menschen zu trinken. Dies macht das Zusammenleben mit Sergej ausgesprochen schwierig, da er sein Dasein ebenfalls verflucht.
Eines Tages trifft sie in einer gefährlichen Situation auf Christos, einen Nightwalker, und nichtsahnend schließt sie sich mit ihm zusammen und besiegelt somit ihr Schicksal. Kristos ist besessen von Alexandra und will sie zu seiner ewigen Gefährtin machen doch Alexandra wehrt sich verzweifelt gegen ihn und flieht. Doch Christos hat von ihrem Blut getrunken und findet sie immer wieder und zerstört eine Liebe nach der anderen durch Tod !
Linda Koeberl schafft es mit diesem Roman den Leser absolut in den Bann der Geschichte zu ziehen. Sie vermittelt einem auf ganz eindrucksvolle und tolle Art und Weise die Emotionen der Protagonisten. Ich konnte zu jeder Zeit mitfiebern, mitfühlen und mitleiden. Selten habe ich so erotische Liebesszenen gelesen, die zu keinem Zeitpunkt eintönig wirkten. Keine Liebeszene ähnelt der Anderen. Es wird uns Lesern wirklich eine grandiose Vielfalt geboten, die ich bisher wirklich selten gefunden habe. Die Beschreibungen der einzelnen Charaktere bringt sie zum Leben, man hat zu jeder Zeit ein Bild vor Augen. Der Roman hat mich total überzeugt und ich würde mich sehr freuen bald ein neues Buch von Linda Koeberl lesen zu können !

Ein großes Lob an die Autorin, die hier einen ausgesprochen sinnlichen, gefühlvollen und mitreißenden Roman geschrieben hat.

(Die Rezension wurde von Christina geschrieben)

Lesetipp Nr. 2

"Die Maurin" von Lea Korte, erschienen im Droemer Knaur Verlag

Cover-Die-Maurin

Die Zeit im Spanien des 16. Jahrhunderts war eine Zeit schwerwiegender Veränderungen. Wo zuvor islamische Mauren, Juden und Christen friedlich miteinander gelebt hatten, wurden nun Konflikte geschürt. Das katholische Königspaar Ferdinand und Isabella versuchte die islamischen Mauren aus dem Land zu drängen. Ging auch gegen die Juden vor, um an ihr Vermögen zu kommen. Eines ihrer Werkzeuge dabei war die Inquisition. Vor dieser brisanten und bunten historischen Kulisse agieren die Charaktere in Lea Kortes Frauenroman "Die Maurin". Es sind durchweg moderne Charaktere - der braunäugige Softie und Christ Gonzalo, der der Heldin Zarah Herzklopfen bereitet. Solidarische Frauen, weise oder cholerische Männer auf beiden Seiten. Und vor allem Superwoman Zarah, die überall mitmischt, sich und andere aus kniffligen Situationen befreit und nur bei dem wilden Jaime (natürlich hat er grüne Augen!) wird sie wirklich schwach. Dazwischen wird viel, heftig und mit wechselndem Erfolg gekämpft, werden Wunden geschlagen, Blut fließt. Aber schon ist Zarah zur Stelle - siehe oben. Ausführliche Dialoge, die dann auch noch mal vom Dialogpartner reflektiert werden tragen dazu bei, dass das Buch mit 650 Seiten seine Längen hat und man sich schon mal versucht fühlt, Einiges zu überlesen.
Aber der flüssige und spannende Schreibstil der Autorin hält einen immer wieder bei der Stange.
Interessante Schauplätze, eine starke Heldin, ein verwegener Held und eine spannende Handlung. Was will man mehr?
Ein historischer Roman mit dem Prädikat empfehlenswert.

(Die Rezension wurde von Ingeborg geschrieben)

Lesetipp Nr. 3

"Blutfänger" von Claudia Mummert, erschienen im G.Braun Buchverlag

Cover-Blutfaenger

In Claudia Mummerts Thriller "Der Blutfänger" versucht das Ermittlerduo Charlotte Krüger und Tom Berger das Rätsel um eine Serie von vermeintlichen Selbstmorden zu lösen. Nachdem bei den Obduktionen der Leichen festgestellt wird,dass Blut fehlt, beginnt für Charlotte und Tom ein Wettlauf gegen die Zeit. Ein gefährlicher Mmörder muss gefasst werden bevor er erneut zuschlagen kann.
Polizeiinterne Intrigen und emotionale Wechselbäder erschweren zusätzlich die Jagd nach einem Täter ,dessen Profil selbst die Polizei mit Grauen erfüllt.

Claudia Mummert ist mit ihrem Roman " Der Blutfänger" ein spannender Thriller gelungen. Sie verknüpft geschickt die Handlungsstränge und schafft es die einzelnen Charaktere lebendig ung glaubwürdig zu schildern. Das Buch ist bestens dafür geeignet Gänsehaut zu erzeugen und so mancher Leser wird es sich nach der Lektüre zweimal überlegen seine Hände in finstere Öffnungen zu stecken.

Ein gelungener Roman, der neugierig auf weitere Werke der Autorin macht.

(Die Rezension wurde von Beate geschrieben)


DAS TEAM von LADY´S LIT freut sich wieder darauf, wenn es heißt:

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